und die Günſtlingin der Königin.
card.„Was haben Sie mit Masham gemacht? Ich dachte, er wäre bei Ihnen in der Sänfte.“
„Er iſt zurückgeblieben, um einen Brief zu leſen,“ ſagte der Graf.„Sie haben ſich des Kutſchers verſichert, ſagen Sie?“
„Fünf Guineen haben die Sache ins Reine gebracht,“ antwortete Guiscard.„Aber bei Sanect Michel! hier kommt ſie. Fort, Herr Graf!“
„Adieu dann und viel Glück!“ rief Briancon und gab den Sänfteträgern ein Zeichen, ihn nach dem Palaſte zu bringen.
Die obige kurze Unterredung entging, obwohl in fran⸗ zöſiſcher Sprache gehalten, Greg nicht, da er ihrer wohl kundig war; und da er überdies den Charakter des Marquis ſehr gut kannte, ſo errieth er ſogleich deſſen Vorhaben. Er richtete daher den Blick mit einiger Neugierde auf die heran⸗ kommenden Kutſchen, um diejenige zu entdecken, welche die Heldin des bevorſtehenden Abenteuers enthielte, was ihm auch bald gelang. Indem er ſie eine nach der andern muſterte, bemerkte er, wie ein derber, rothbäckiger Kerl in einer vollen, wohlgepuderten Perrücke und himmelblauer Livree mit gelben Aufſchlägen, der auf dem Bock einer prachtvollen Kutſche ſaß, ſeine Peitſche kaum merklich erhob und dem Marquis ein Zeichen des Einverſtändniſſes gab.
„Das iſt ſie, ich will drauf ſchwören!“ rief er, ſich vor⸗ drängend, um die Kutſche beſſer zu ſehen.„So wahr ich lebe! es iſt Lady Rivers. Er kann ihr doch an dieſem öffentlichen Orte keinen Liebesbrief zuſtecken wollen. Aber wen hat ſie da bei ſich?— Miß Abigail Hill. O! jetzt ſehe ich ſeinen Zweck. Meiner Seel'! ſie ſieht ungewöhnlich hübſch aus.“
Abigail Hill konnte nicht entſchieden ſchön genannt werden und doch waren ihre Züge ſo angenehm, daß ſie dies Lob eben ſo ſehr verdiente, als manche andere, deren Geſicht eine klaſſiſchere Form hatte. Schöne hellblaue Augen, eine ſtrah⸗


