Teil eines Werkes 
1. und 2. Theil (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

24 Der franzöſiſche Abenteurer

unterhielt, hatte er erfahren, wie gut Abigail Hill mit der Königin ſtehe und ihre künftige Macht mit einem Blicke überſehend, legte er es einzig darauf an, ihre Gunſt zu ge⸗ winnen. Aber ſeine Bemühungen waren vergeblich. Sei es, daß ſie ſeine Abſichten errieth und daß Harley ſie vor ihm gewarnt hatte, genug, ſie wies ſeine Bewerbungen ab und begegnete ihm bei den ſeltenen Gelegenheiten ihres Zuſammen⸗ treffens kaum mit Höflichkeit. Guiscard war jedoch nicht der Mann dazu, ſich leicht entfernen zu laſſen. Obgleich ſeine Eitelkeit durch dieſe Zurückſetzung gekränkt ward, ſo beſchloß er doch, eine günſtige Gelegenheit zur Förderung ſeiner Pläne mit Beharrlichkeit abzuwarten.

Bald nachdem der Marquis ſeine oben erwähnte Stelle eingenommen hatte, ereignete ſich noch eine kleine Störung im Rücken Greg's und ſeiner Geſellſchaft. Sie ward durch die Ankunft mehrerer reichbetreßter Lackeien verurſacht, welche aus dem vorhin bezeichneten Eckhauſe von Pall⸗Mall kamen und die Menge mit ihren goldbeknopften Stöcken theilten,

um einer prachtvoll vergoldeten Sänfte mit dem Savoyiſchen

Wappen Platz zu verſchaffen. Als dieſe Sänfte bei dem Marquis de Guiscard vorüberkam, ward das Fenſter her⸗ untergelaſſen und ein hübſcher, aber wüſt ausſehender Mann, ver eine ſtattliche franzöſiſche Perrücke trug und eine Atmo⸗

ſphäre von Wohlgerüchen um ſich verbreitete, F den Kopf

heraus und redete ihn an.

Es iſt der Graf von Briangon ſelbſt, ſagte Greg zu ſeiner Geſellſchaft.

Ach, wie überaus ſüß er riecht, bemerkte Angelika. Wahrhaftig, er iſt ganz wie eine große Riechflaſche.

Nun, mein theurer Marquis, wie ſteht es? Iſt das Abenteuer beſtanden? fragte der Graf lachend und zwei Reihen glänzender Zähne zeigend.

Sie iſt noch nicht vorbeigekommen, erwiederte Guis⸗