Teil eines Werkes 
1. und 2. Theil (1844)
Entstehung
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und die Günſtlingin der Königin. 23

Torbay lag und auf günſtigen Wind wartete, erhob ſich ein Streit zwiſchen ihm und den engliſchen Befehlshabern, welche ihm das von ihm in Anſpruch genommene Kommando ver⸗ weigerten, und als Lord Rivers ſeine Unwiſſenheit in mili⸗ täriſchen Dingen, ſo wie ſeine mangelhafte Bekanntſchaft mit dem Zuſtande Frankreichs bemerkte, ward er zurückberufen und kehrte nach London zurück, wo er einige Zeit als Privat⸗ mann lebte. Obgleich ſein Gehalt als Generallieutenant nicht länger gezahlt ward, ſo hatte er doch noch ſein Regi⸗ ment, ſo wie ſeine Penſion von den Generalſtaaten; daher nahm er ſich ein gutes Haus in Pall⸗Mall, ſchaffte ſich eine glänzende Equipage an, hielt ein Heer von Bedienten und begann ein Leben voller Ausſchweifungen, zu dem er ſich die Mittel durch Spiel und andere Kunſtgriffe zu verſchaffen ſuchte, wobei er nicht unterließ, ſich beſtändig bei Hofe und bei den Levers der Miniſter zu zeigen und um Beſchäftigung und Beförderung anzuhalten. Seine Vertrautheit mit Saint⸗ John lief noch fort und bis noch vor Kurzem hatte er auch mit Harley auf gutem Fuße geſtanden, aber ſie hatten ſich, wie man ſagte, um eine Geliebte entzweit.

Gleich den meiſten Abenteurern darauf bedacht, ſeine ſchwankenden Glücksumſtände durch eine vortheilhafte Heirath zu ſtützen, hatte Guiscard mehreren Erbinnen und reichen Wittwen, aber bisher ohne Erfolg, den Hof gemacht. Man vermuthete auch, daß er über noch andern, tieferliegenden Plänen brüte und, nachdem er ſeinen Frieden mit Frankreich gemacht, eine geheime Korreſpondenz mit dem Hofe von Saint⸗Germain einzuleiten ſuche. Obgleich ein glücklicher Spieler, gab der Marquis ſich doch andern Ausſchweifungen hin, welche alle ſeine Gewinnſte verſchlangen. Im Allge⸗ meinen verwegen und unverſchämt, konnte er doch, wenn ſeine Abſichten es verlangten, kriechend und geſchmeidig genug ſein. Von einigen ſeiner Kreaturen, die er im Palaſte