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22 Der franzöſiſche Abenteurer
vielleicht auch andere Urſachen vereitelten dieſe Expedition und der Marquis kehrte mit dem Verluſt eines Schiffes und nach Beſtehung großer Gefahren an den Hof von Savoyen zurück. Als ſeine Durchſtechereien hier den Verdacht des Herzogs erregten, begab er ſich gegen das Ende des Jahres 1704 nach dem Haag, und hatte verſchiedene Unterredungen mit dem Groß⸗ penſionär Heinſius und dem Herzog von Marlborough, denen er ſeine Vorſtellungen ſo annehmbar zu machen wußte, daß die Generalſtaaten ſich willig fanden, ihm ein monatliches Gehalt von hundert Laubthalern auszuzahlen. Als ſich bald darauf das Gerücht von des Grafen von Peterborough Ex⸗ pedition nach Katalonien verbreitete, beeilte ſich der Marquis in Barcelona, zu ihm zu ſtoßen und mit demſelben Erfolge, der bisher ſeine Pläne begünſtigt hatte, gelang es ihm, ein Empfehlungsſchreiben des Königs von Spanien an die Köni⸗ gin von England zu erhalten, mit welchem er ſich nach dieſem Lande einſchiffte. Während der Reiſe, die außerordentlich ſtürmiſch war, gerieth das Schiff, mit welchem er ſegelte, an einen franzöſiſchen Kaper, und der Marquis fand eine gute Helegenheit, ſeine Tapferkeit und Geſchicklichkeit zu beweiſen, n hauptſächlich ſeiner Entſchloſſenheit war es zu verdanken,
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daß ſie nicht genommen wurden. Bei ſeiner Ankunft in London ward er von der Königin ſehr gnädig aufgenommen, und die königliche Gunſt verſchaffte ihm Zutritt zu den Häuſern der Herzoge von Devonſhire und Ormond. Er wußte ſich auch bald die gute Meinung einiger der Miniſter, beſonders des Herrn Saint⸗John, zu gewinnen. Als daher eine Landung in Frankreich, unter dem Oberbefehl des Grafen von Rivers, beſchloſſen und Truppen zu dieſem Zweck aus⸗ gehoben wurden, erhielt Guiscard das Patent eines Oberſt⸗ lieutenants, nebſt tauſend Pfund zu ſeiner Ausrüſtung. Aber das Glück, welches ihm bisher gelächelt hatte, begann ihm jetzt abhold zu werden. Während die verbündete Flotte vor


