und die Günſtlingin der Königin. 13
Anſtalten zu einer allgemeinen Illumination getroffen und die Richtung der öffentlichen Gefühle offenbarte ſich durch die Thatſache, daß wo der königliche Name auch nur genannt ward, man ſicher ſein konnte, den des Helden von Blenheim und Ramilies in ſeinem Gefolge anzutreffen, während an den hervorſtechendſten Orten Transparente mit den Haupt⸗ begebenheiten des letzten Feldzugs aufgeſtellt wurden. Freu⸗ denfeuer wurden zu früher Stunde angezündet, und der König von Frankreich, der Pabſt, der Prätendent und der Teufel wurden im Bildniß mit Pomp durch die Straßen ge⸗ tragen und dann verbrannt. Das Wetter war mit der allge⸗ meinen Feſtlichkeit im Einklange, indem es für die Jahrszeit ungewöhnlich ſchön war. Der Himmel war glänzend und ſonnig und die Luft hatte ganz den köſtlichen Duft und die Friſche des Frühlings. In den Höfen des Palaſtes erſchallte kriegeriſche Muſik und man hörte das Getrampel der Leib⸗ wache, verbunden mit dem Geklirr ihrer Rüſtungen, als ſie in der St. Jamesſtraße aufzog, wo ſich ſchon ein großer Zuſchauerhaufen verſammelt hatte.
Ungefähr eine Stunde vor Mittag durfte die Ungeduld derer, welche ihre Stellungen bei Zeiten eingenommen hatten, auf Belohnung hoffen, und die Geſellſchaft begann ſich an⸗ fänglich etwas ſparſam, aber bald darauf in großen Schaaren einzufinden. Die Wiſſenſchaft der Peitſche war in jenen Tagen noch nicht ſo ausgebildet, wie in unſern Zeiten, oder vielleicht waren die damals gebräuchlichen, prächtigen und be⸗ quemen, wiewohl etwas unbeholfenen Wagen n ſam; aber welches auch die Urſache ſein mo k gewiß, daß viel Gezänk unter den Kutſchern entſtand und viele laute Flüche und Drohungen ausgeſtoßen wurden. Der Seitenweg für Fußgänger ward von den Seſſelträgern in Anſpruch genommen, welche ſich mit Gewalt durch den Haufen drängten und nicht die geringſte Rückſicht auf die Rippen


