keine Feſtlichkeit— keine Luſtbarkeit, welche die Bewoh⸗ ner herausrief, denn Kummer laſtete auf allen Geſich⸗ tern. Ueberdies war der Himmel bedeckt. Die federar⸗ tig bewaldeten Hoͤhen von Whalley Nab waren in Nebel gekleidet und ein feiner Regen fiel im Thal. Der Cal⸗ der erſchien truͤbe und farblos, als er an den Mauern der alten Abtei voruͤberfloß. Die Kirchenglocke ſtimmte das Grabgelaͤute an und auf dem Kirchhofe hatte ſich eine große Menſchenmenge verſammelt. Nicht weit von einem der drei Kreuze des Paulinus, welches der Kir⸗ chenthuͤr am naͤchſten ſtand, hatte man ein Grab ge⸗ graben, und faſt Alle blickten hinein. Man ſagte, das Grab ſei fuͤr zwei Saͤrge beſtimmt. Bald darauf kam ein Zug von Leidtragenden aus dem alten Thorwege der Abtei Uhhes wurden zwei Särge herausgetragen. Am Thor kam ihnen Doctor Ormerod entgegen, der ſo tief ergriffen war, daß er ſich kaum im Stande fuͤhlte, die Leichenrede zu halten. Die votzuͤglichſten Leidtragen⸗ den waren Sir Richard Asſheton von Middleton, Sir Ralph Asſheton und Nicolaus. Unter den Thränen und dem Schluchzen aller Umſtehenden wurden die Leichen der Erde uͤbergeben und zuſammen in ein Grab geſenkt. So wurde ihr letzter Wunſch erfuͤllt. Blumen wuchſen auf dem Raſen, der ſie deckte und dort ſah man die fruͤhſte Schluͤſſelblume und das ſpäteſte Veil⸗ chen. Mancher zaͤrtliche Juͤngling und manches ver⸗ trauensvolle Maͤdchen haben ihr einfaches Grab beſucht, und manche Thraͤne, friſch aus dem Herzen, iſt auf den Raſen gefallen, der die ungluͤcklichen Liebenden deckt.
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