Teil eines Werkes 
3. und 4. Bd. (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

259

Bei ſeiner lebhaften Gemuͤthsart empfand Nico⸗ laus den Verluſt ſeines Vetters ſehr tief, doch verwiſchte ſich der Eindruck bald. Er gelobte Buße und Beſſerung nach dem Muſter John Bruen's, deſſen Leben einen ſo auffallenden Gegenſatz zu dem ſeinigen bildete, daß ein ehrwuͤrdiger Geiſtlicher ſie einander gerade entgegen⸗ ſtellte, aber leider muß ich ſagen, daß er ſeine lobens⸗ werthen Abſichten nicht in Ausfuͤhrung brachte. Er ſcherzte uͤber John Bruen, anſtatt ſein Beiſpiel nach⸗ zuahmen. Er betheuerte ſeiner vortrefflichen Gattin ſeine Aufmerkſamkeit widmen zu wollen— aber ſeine alten Gewohnheiten kamen wieder zum Vorſchein, und leider muß ich ſagen, daß er oft im Bierhauſe zu finden war und das Wettrennen, die Hahnenkaͤmpfe, die Jagd, die Fiſcherei und alle andern Zeitvertreibe und Beluſti⸗ gungen eben ſo ſehr liebte, wie immer. Wenn er ein⸗ mal von dieſen Beſchaͤftigungen feierte oder es ein reg⸗ nichter Tag war, fuͤhrte er ſein Tagebuch“), wovon noch ein Theil uͤbrig iſt, doch erwaͤhnt er darin wenige von den hier erzaͤhlten ſchrecklichen Ereigniſſen, wahr⸗ ſcheinlich weil ſie fuͤr ihn zu ſchmerzlich waren, um ſie aufzuzeichnen. Er ſtarb im Jahre 1625— im beſten Alter von fuͤnf und dreißig Jahren.

Aber wir muͤſſen wieder zuruͤckkehren. Wenige Tage nach den tragiſchen Ereigniſſen in Hoghton Tower war das ganze Dorf Whalley lebendig. Aber es war

*) Von der Chetham Societh herausgegeben, mit Anmerkun⸗ gen, welche ein umfangreiches Wiſſen und tiefe Forſchung beurkun⸗ den von dem Pfarrer F. R. Raines in Milnrow bei Rochdale.

17*