ſung nicht mehr erwiedern können, und der Dolch iſt auf ihre Bruſt gezuͤckt.
Aber ſie wird von einem eiſernen Arme zuruͤckge⸗ halten und die Waffe entfaͤllt ihrer Hand. Sie blickt auf. Eine große Geſtalt, in das modernde Gewand eines Ciſtercienſermoͤnchs gekleidet, ſteht neben ihr. Sie erkennt ſogleich das Kleid, denn ſie hat es ſchon fruͤher in dem Cloſet neben dem Zimmer ihrer Mutter in der Abtei Whalley geſehen— und die Zuge des geiſterhaf⸗ ten Moͤnchs ſcheinen ihr bekannt.
„Erhebe nicht Deine Hand gegen Dich ſelber,“ ſagte die Geſtalt im Tone des ſtrengen Vorwurfs. „Der böſe Feind treibt Dich dazu. Er moͤchte Dein Elend benutzen, um Dich zu Grunde zu richten.“
„Ich hielt Dich fuͤr den böſen Feind,“ verſetzte Alizon, ihn mehr mit Verwunderung, als mit Schrecken anſehend.„Wer biſt Du?“
„Der Feind Deiner Feinde, und darum Dein Freund,“ verſetzte der Moͤnch.„Ich wuͤrde Deinen Ge⸗ liebten gerettet haben, wenn ich gekonnt haͤtte, aber ſein Geſchick war nicht zu vermeiden. Aber beruhige Dich, ich werde ihn raͤchen.“
„Ich will keine Rache— ich wuͤnſche nur bei ihm zu ſein,“ verſetzte ſie, den Koͤrper wahnſinnig um⸗ armend.
„Du wirſt bald bei ihm ſein,“ ſagte die Erſchei⸗ nung in bedeutungsvollen Toönen.„Steh auf und komm mit mir. Deine Mutter bedarf Deines Beiſtandes.“
„Meine Mutter!“ rief Alizon, die verwirrten Locken aus ihrer Stirn ſtreichend.„Wo iſt ſie?“
——


