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flehte der Juͤngling.„Deine Gefahr iſt groͤßer, als die meine. Ein ſchrecklicher Tod wartet Deiner— auf dem Scheiterhaufen!— Gnade! Gnade! o Himmel!— ver— ſchone ſie— aus Barmherzigkeit, verſchone ſie!— Ha⸗ ben wir nicht genug gelitten? Ich kann nicht mehr. Lebe wohl, Alizon— einen Kuß— den letzten.“
Und als ihre Lippen einander beruͤhrten, verließen ihn ſeine Kraͤfte gaͤnzlich und er ſank zuruͤck.
„Ein Grab,“ murmelte er,„ein Grab, Alizon—.“
Und ſo, ohne Roͤcheln, verſchied er.
Alizon ſchrie nicht— ſie wurde nicht ohnmaͤchtig, ſondern blieb in einem Zuſtande der Erſtarrung und blickte die Leiche an. Als der Mond auf die ruhigen Zuͤge ſchien, ſahen ſie aus, als ob er ſchlummere.
Da lag er— der Junge, der Tapfere, der Schoͤne, der Liebende, der Geliebte. Das Schickſal hat geſiegt. Der Tod hat ſein Werk gethan— doch hat er ſeine Aufgabe nur zur Hälfte erfullt.
„Ein Grab— ein Grab— es war ſein letzter Wunſch— er ſoll erfuͤllt werden,“ rief ſie in Tönen des Wahnſinns.„So werde ich meinen Feinden ent⸗ gehen und den ſcheußlichen und ſchmachvollen Tod ver— meiden, zu welchem ſie mich verurtheilen wuͤrden.“
Und ſie riß den Dolch von der Seite des ungluͤck⸗ lichen Juͤnglings.
„Nun, Schickſal, biete ich Dir Trotz!“ rief ſie mit furchtbarem Lachen.
Ein letzter Blick auf dieſes ruhige ſchoͤne Geſicht — ein Kuß auf die kalten Lippen, welche die Liebko⸗


