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Hierauf ſchlich ſie leiſe um die Laube, naͤherte ſich der Seite, wo Richard ſaß und wartete eine guͤnſtige Gelegenheit ab, um ihn unbemerkt zu beruͤhren.
Als ihr Finger mit ſeinem Koͤrper in Beruͤhrung kam, fuhr ein Todesſchmerz durch ſeine Bruſt und ſein Haupt ſank auf Alizon's Schulter.
„Biſt Du krank?“ rief ſie ſeine blaſſen Zuͤge an⸗ ſehend, die beim Mondlicht geiſterhaft erſchienen.
Richard konnte nicht antworten, und Alizon, die ſehr beunruhigt wurde, wollte Huͤlfe herbeiholen, doch der Juͤngling hielt ſie mit großer Anſtrengung zuruͤck.
„Ich muß jetzt eilen und es Herrn Potts ſagen, ſo daß man ſie bei ihm findet,“ fluſterte Jennet ſich fortſchleichend.
Jetzt erlangte Richard die Sprache wieder, doch brachte er ſeine Worte nur matt und mit Schwierigkeit hervor. „Alizon,“ ſagte er,„ich will nicht verſuchen, Dir meine Lage zu verbergen. Ich ſterde und mein Tod wird Dir zur Laſt gelegt werden, denn boͤſe Menſchen haben den Koͤnig uberredet, daß Du mich behext habeſt, und jetzt wird er die Beſchuldigung glauben. O! wenn Du mir die Todesqual erleichtern— wenn Du mich in meinen letzten Augenblicken troͤſten willſt— ſo ver⸗ laß mich und dieſen Ort, ehe es zu ſpaͤt iſt.“
„O! Richard,“ rief ſie außer ſich,„Du forderſt mehr, als ich erfuͤllen kann. Wenn Du in der That in ſo drohender Gefahr biſt, ſo will ich bei Dir bleiben und mit Dir ſterben.“
„Nein, lebe— lebe und rette Dich, Alizon,“


