Teil eines Werkes 
3. und 4. Bd. (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

—————— S

——— —

—

———————

46

an ihn wendet,“ verſetzte der Andere mit demſelben hoͤh⸗ niſchen Laͤcheln;„aber Ihr irrt, wenn Ihr ſchon vorher mit mir geſprochen zu haben glaubt. Der, mit dem Ihr Euch im andern Zimmer unterredet, gleicht mir in mehr als einer Hinſicht, doch kommt er mir an Kraft nicht gleich. Das Geſetz wird Euch gegen Mutter Dem⸗ dike nicht beiſtehen. Sie wird allen Schlingen, die man ihr ſtellt, entgehen; aber mir wird ſie nicht entgehen“

„Wer ſeid Ihr?“ rief der Muͤller, deſſen Haar ſich auf ſeinem Kopfe empor ſtraͤubte, und dem kalter Schweiß vor die Stirn trat.„Ihr ſeid kein ſterbliches und kein gutes Weſen, da Ihr ſo redet.“

„Einerlei, wer und was ich bin,“ verſetzte der An⸗ dere;„ich bin hier als der Waldaufſeher bekannt— das iſt genug. Wollt Ihr Rache an der Morderin Eures Kindes nehmen?“

„Gewiß,“ verſetzte Baldwyn.

„Und Ihr ſeid Willens, die Rache um den Preis Eurer Seele zu erkaufen?“ fragte der Andere ſich ihm naͤhernd.

Baldwyn taumelte zuruͤck. Er ſah ſogleich die furcht⸗ bare Gefahr, worin er ſich befand, und wendete ſeinen Blick von den gluͤhenden Augen des Waldaufſehers ab.

In dieſem Augenblick ruͤttelte Jemand an der Thuͤr, und man hoͤrte Eliſabeth's Stimme rufen:

„Wen haſt Du da bei Dir, Richard, und warum haſt Du die Thuͤr zugemacht?“

„Eure Antwort?“ fragte der Waldaufſeher.

„Ich kann ſie jetzt nicht geben,“ verſetzte der Muͤl⸗ ler.„Komm herein, Beß, komm herein.“