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„Der arme Mann behauptet es, aber ich kann keine Meinung daruͤber ausſprechen,“ verſetzte Sudall aus⸗ weichend.
„Ihr muͤßt doch zu einem beſtimmten Schluſſe in der Sache kommen, denn ich halte es fur recht, Euch zu ſagen, daß Euer Zeugniß erforderlich ſein wird,“ ſagte Potts.„Vielleicht habt Ihr die arme Marie Baldwyn, des Muͤllers Tochter in Rough Lee geſehen und koͤnnt uns etwas Beſtimmteres uͤber ihren Fall ſagen.“
„Das kann ich, Herr,“ verſetzte der Wundatzt, ſich neben Potts niederſetzend, während Roger Nowell und Richard an der entgegengeſetzten Seite des Tiſches Platz nahmen. „Dies iſt der Fall, wovon ich vor Kurzem mit Euch ſprach, Herr Richard, und ein hoͤchſt betruͤbender Fall iſt es. Aber ich will Euch die Einzelnheiten daruͤber mit⸗ theilen. Noch vor ſechs Monaten war Marie Baldwyn ein ſo bluͤhendes und liebenswuͤrdiges Maͤdchen, wie man nur eins ſehgn konnte, die Freude ihres verwittweten Vaters. Richard Baldwyn iſt ein haſtiger und hals⸗ ſtarriger Mann, und er war unweiſe genug, ſich den Zorn der Mutter Demdike zuzuziehen, indem er ihre Nebenbuhlerin, die alte Chattor beguͤnſtigte, welcher er Mehl und Speiſen gab, waͤhrend er der andern denſelben Tribut verweigerte. Als Mutter Demdike das erſte Mal ohne die gewoͤhnliche Abgabe entlaſſen worden war, zer⸗ ſprang einer von ſeinen Muͤhlſteinen, und anſtatt dies als eine Warnung anzunehmen, wurde er noch halsſtar⸗ riger. Sie kam noch einmal wieder und er ſchickte ſie mit Fluͤchen fort. Da wurde all ſein Mehl feucht und ſchimmelig, und Niemand wollte es kaufen. Noch im⸗
Ainsworth, Hexen. III. 2


