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Auriol oder: Das Lebenselixier : ein Roman : Bd. 1 und 2 / von W. Harrison Ainsworth. Aus dem Engl. übers. von Ernst Susemihl
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nein, noch nicht vollſtändig, denn der Engländer lebte noch.

Was wurde aus ihm? fragte ich.

Fragen Sie mich nicht, verſetzte der Greis. Sie waren dieſen Morgen in der Kirche Santa Maria Maggiore. Wenn jene Steine reden könnten, würden ſie eine ſchreckliche Geſchichte erzählen.

Und das war der Grund, weshalb Ihr Eure Augen in dem heiligen Raume nicht zu öffnen wagtet? Ein Blutſchleier ſchwebte zwiſchen Euch und dem Himmel.

Der Greis ſchauderte, aber antwortete nicht.

Und das Kind? fragte ich nach einer Pauſez was wurde aus ihrem unglücklichen Sprößling?

Ein Freund des gemordeten Vaters nahm es mit nach England. Wenn jenes Kind am Leben geblieben iſt, muß es jetzt in Ihrem Alter ſein, Signor. 4

Ah! wirklich! ſagte ich, indem ein entſetzlicher Verdacht ſich meiner bemächtigte.

Nach dem Tode des Engländers, fuhr Criſtofano fort,begann mich mein Herr mit täglich zunehmender Kälte und Argwohn zu behandeln. Ich war eine Laſt für ihn, und er war entſchloſſen, ſich von mir zu be⸗ freien. Ich erſparte ihm die Mühe verließ Rom ging in die Abruzzen, wanderte von dort zu den Süm⸗ pfen Calabriens und wurde doch das gehört nicht zur Sache. Hier bin ich des Himmels erwählter Diener der Rache. Der Marcheſe muß dieſe Nacht ſter⸗ ben!

, 3.