jedes ſollte dafür zahlen. Laß mich los, Paolo! laß mich los! um des Himmels willen! Er muß ſter⸗ ben!“
„Beruhigt Euch, Vater!“ rief der Sohn, noch mit ihm ringend.
„Du biſt nicht mein Sohn, meine Rache zu ver⸗ hindern!“ rief der erzürnte Vater.„Siehſt Du nicht dieſes Blut— mein Blut— Deines Vaters Blut?— und Du hältſt mich zurück! Du hätteſt ihn zu Boden ſchlagen ſollen für die That— aber es war ein Vor⸗ nehmer, und Du wagteſt nicht, Deine Hand gegen ihn zu erheben!“
„Hätte ich ihn an dieſem heiligen Orte erſchlagen ſollen?“ rief Paolo, vor Zorn und unterdrückter Ge⸗ müthsbewegung roth werdend.
„Nein, nein,“ verſetzte der Greis mit veränderter Stimme,„nicht hier, nicht hier, obgleich es nur eine gerechte Wiedervergeltung wärc. Aber ich will ſchon ein anderes Mittel zur Rache finden. Ich will ihn an⸗ geben— ich will Alles verrathen, und wenn es mir mein eigenes Leben koſtete! Er ſoll durch die Hand des Henkers ſterben— da iſt einer, der für mich zeugen wird!“
Und er deutete auf mich. Ich näherte mich ihm wieder.
„Wenn Du etwas mitzutheilen haſt, was die hei⸗ lige Kirche angeht, ſo bin ich bereit, Dich anzuhören, mein Sohn,“ ſagte der Prieſter,„aber bedenke Dich wohl, ehe Du eine Anklage gegen einen Mann erhebſi,


