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Auriol oder: Das Lebenselixier : ein Roman : Bd. 1 und 2 / von W. Harrison Ainsworth. Aus dem Engl. übers. von Ernst Susemihl
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ihm kam, und bereitete ſich dann, den Uebrigen zu fol⸗ gen.

War er wirklich blind? Gewiß nicht. Ueberdies ging er nicht wie ein Menſch, der an das größte Un⸗ glück gewöhnt iſt, welches unſerer Natur begegnen kann. Er ſchwankte in ſeinem Gange und taumelte hin und her. Aber warum wagte er ſeine Angen in dem Tem⸗ pel des Höchſten nicht zu öffnen? Was hätte ich nicht

darum gegeben, mit ſeiner Geſchichte bekannt zu wer⸗ den! denn ich fühlte, daß es eine ſeltſame ſein mußte.

Ich konnte ſogleich meine Neugierde befriedigen. Er bewegte ſich, von ſeinen Kameraden geleitet, lang⸗ ſam vorwärts. In wenigen Sekunden mochte es zu ſpät und er aus meinen Augen verſchwunden ſein. Mit haſtigen Schritten folgte ich ihm den Gang hinun⸗ ter und faßte mit einiger Heftigkeit ſeine Schulter.

Der Greis ſtutzte bei der Berührung und wendete ſich um. Jetzt waren ſeine Augen weit geöffnet und blickten mich ſprühend an und welche Augen! Bis⸗ her hatte ich nur von ſolchen geträumt. Das Alter hatte ihren Glanz nicht ausgelöſcht und ich erbebte bei den wilden Blicken, die er auf mich warf. Aber wenn ich anfangs von dem Zorne überraſcht war, den ich in ihm erregt hatte, wie viel mehr erſtannte ich, den gan⸗ zen Ansdruck ſeines Geſichts plötzlich verändert zu ſehen. Seine Augen waren noch wie die eines Baſilisken auf die meinigen gerichtet. Er konnte ſie, wie es ſchien, nicht von mir abwenden, während ſcine ganze Geſtalt von Anfregung erbebte. Ich näherte mich ihn; er wich