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Auriol oder: Das Lebenselixier : ein Roman : Bd. 1 und 2 / von W. Harrison Ainsworth. Aus dem Engl. übers. von Ernst Susemihl
Entstehung
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Todt todt!

Blitze fuhren an Auriol's Augen vorüber und ein ſeltſames Geräuſch traf ſeine Ohren. Einen Angenblick war er wie von Wein berauſcht und lachte und ſang unharmoniſch wie ein Wahnwitziger. Jeder Gegenſtand ſchwankte und tanzte um ihn herum. Die gläſernen Ge⸗ fäße und Krüge klirrten, blieben aber unverletzt; die Eſſe ſprühte Flammen und giftige Dünſte von ſich; der Spiralwurm des Deſtillirkolbens wurde glühend roth und ſchien mit glühendem Blei angefüllt zu ſein; aus der Röhre des Brennkolbens floß Blut; der Erdglobus rollte auf dem Boden dahin und prallte von der Wand ab, wie von einer Rieſenhand geſchlendert; die Skelette grin⸗ ſten und bewegten ſich; daſſelbe that der Todtenkopf auf dem Tiſche und die Thierſtelette am Kamin; der unge⸗ heure Seefiſch ſtieß Feuer und Rauch aus; der kahle, von ſeinem Rumpfe getrennte Kopf öffnete ſeine Augen und heftete ſie mit ſteinernem Blicke auf den jungen Mann, während der todte Alchymiſt drohend ſeine Fauſt gegen ihn erhob.

Unfähig, dieſes Entſetzen zu ertragen, wurde Auriol auf eine kurze Zeit bewußtlos. Als er wieder zu ſich kam, war Alles ſtill. Die Lichter in der Lampe waren erloſchen, aber das helle Mondlicht, welches durch das Fenſter hereinſtrömte, fiel auf die ſtarren Züge des un⸗ glücklichen Alchymiſten und auf die kabbaliſtiſchen Schrift⸗ züge des offenen Buches neben ihm.

Begieri, die Wirkung des Elixirs zu prüfen, fuhr Auriol mit der Hand nach ſeiner Seite. Alle Spu⸗