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Flaſche an meine Lippen. Gieße mir den Inhalt die Kehle hinunter— ſchnell, ſchnell!“
„Ich bin zu ſchwach, mich zu regen,“ ſtöhnte Au⸗ riol.„Ihr habt zu lange gezögert.“
„O Himmel! wir werden Beide umkommen,“ ſchrie Darch, vergebens verſuchend, ſeinen gelähmten Arm zu erheben,„umkommen im Angeſicht des rettenden Ufers.“
Und er ſank zurück und würde auf den Boden ge⸗ fallen ſein, hätte er ſich nicht auf den Erdglobus ge⸗ ſtützt.
„Hilf mir— hilf mir!“ ſchrie er, ſeinen Blick mit unausſprechlicher Qual auf ſeinen jungen Verwand⸗ ten richtend.
„Es iſt der Anſtrengung werth,“ rief Auriol. Und ſich mit großer Mühe aufrichtend, ſchwankte er zu dem Greiſe hin.
„Gerettet— gerettet!“ ſchrie Darcy.„Schütte es in meinen Hals hinunter. Einen Augenblick, und Alles wird gut ſein.“
„Denkt Ihr, ich habe dies für Euch gethan?“ rief Auriol, das Getränk ergreifend;„nein— neih!“
Und ſich an den Kamin lehnend, ſetzte er die Phiole an ſeine Lippen und leerte begierig den Inhalt. Der Greis ſchien völlig gelähmt zu ſein, doch hielt er ſeinen Blick auf den Jüngling geheftet, bis er das Elixir bis auf den letzten Tropfen ausgeleert hatte. Darauf ſtieß er einen durchdringenden Schrei aus, ſchlug mit den Armen um ſich und ſiel ſchwer rückwärts.


