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einer Schlange will ich meine Haut abwerfen und jün⸗ ger hervortreten, als ich mit zwanzig Jahren war.“
„Vorher bitte ich Euch, mir einigen Beiſtand zu leiſten,“ ſtöhnte Auriol,„ſonſt werde ich vor Euren Augen ſterben, während Ihr Euch auf die Unſterblichkeit vorbereitet.“
„Fürchte Nichts,“ verſetzte Darch,„es ſoll Dir Nichts zu Leide geſchehen. Ich will ſogleich für Dich ſorgen, und ich verſtehe die Heilkunſt ſo gut, daß ich für Deine baldige und vollkommene Herſtellung einſte⸗ hen will.“
„So trinkt denn, und helft mir dann!“ rief Auriol.
„Ich weiß nicht, was meine Hand zurückhält,“ ſagte der Greis, die Phiole erhebend;„jetzt, da die Un⸗ ſterblichkeit in meinem Bereiche iſt, wage ich nicht, dar⸗ nach zu greifen.“
„So gebt mir den Trank!“ rief Auriol.
„Nicht um die ganze Welt,“ verſetzte Darey, die Phiole an ſeine Bruſt drückend.„Nein, ich will wie⸗ der jung werden— reich— glücklich. Ich will in die Welt hinaus— ich will mich in dem Lächeln der Schönheit ſonnen— ich will ſchwelgen und ſingen— das Leben ſoll eine fortgeſetzte Reihe von Freuden und Genüſſen ſein. Nun den Verſuch— ha!“ Und als er das Getränk zu ſeinen Lippen erhob, ſchoß eine plötzli⸗ che Pein durch ſein Herz.„Was iſt dies?“ rief er ſchwankend.„Kann der Tod ſich meiner bemächtigen,
wenn ich eben im Begriff bin, in das dauernde Leben
einzutreten? Hilf mir, mein guter Urenkel! Setze die


