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Auriol oder: Das Lebenselixier : ein Roman : Bd. 1 und 2 / von W. Harrison Ainsworth. Aus dem Engl. übers. von Ernst Susemihl
Entstehung
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verſetzte Darcy in verändertem Tone,denn es war un⸗ vorſätzlich und wurde durch keinen ſchlechten Beweggrund. veranlaßt. Meine Gattin, Deine Urgroßmutter, war eine ſ. ſehr liebenswürdige Frau, und ſo leidenſchafttich liebte ich ſie, daß ich durch jede Kunſt ihre Schönheit zu er⸗ höhen und zu erhalten ſuchte. Ich gab ihr das Fleiſch von Kapaunen, die mit Vipern genährt waren, ließ ſie ihre ſchönen Glieder in Waſſer baden, welches man aus Roſen und Veilchen deſtillirt hatte, und wendete die ſtärkſten Schönheitsmittel an. Endlich bereitete ich einen Trank aus Giften ja aus Giften wovon ich mir eine wunderbare Wirkung verſprach. Sie trank ihn und ſtarb entſetzlich entſtellt. Denke Dir meine Verzweiflung, das ſchöne Bild meiner Abgötterei zerſtört zu ſehen entſtellt von meiner Hand. In meinem Wahnſinn hätte ich Hand an mich gelegt, wäre ich nicht zurückgehalten worden. Die Liebe kann wieder mein Herz beherrſchen, Schönheit wieder meine Augen blenden, aber nie werde ich wieder die Leidenſchaft empfinden, die ich für meine verlorne Amice hegte nie werde ich wieder Reize gleich den ihrigen ſehen.

Und er drückte ſeine Hand vor ſein Geſicht.

Der Irrthum, den Ihr damals begangen, ſollte Euch als eine Warnung dienen, ſagte Auriol.Wie, wenn es Gift wäre, was Ihr jetzt bereitet habt? Macht einen Verſuch an einem Thier mit einigen Tropfen.

Nein nein, es iſt das wahre Elixir, ver⸗ ſetzte Darcy.Kein Tropfen darf verſchwendet werden. Du ſollſt ſogleich Zeuge von der Wirkung ſein. Gleich