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⸗ das myſtiſche Buch anſah, wie groß war meine Ueber⸗ raſchung, das Blatt von dem Blute gereinigt zu ſehen.“
Auriol ſtieß einen leiſen Ausruf aus und blickte mit abergläubiſcher Furcht nach dem Buche hin. „Der Anblick war ſo überraſchend, daß ich den
Sack fallen ließ, den ich mit hereingebracht hatte,“ fuhr
Darch fort.„Da ich fürchtete, das Geheimniß wieder
zu verlieren, ſo entſchloß ich mich zu dem Verſuche,
blies das Feuer an, legte neue Kohlen darauf und ent⸗
ließ meinen Diener mit kurzen Befehlen in Betreff Dei⸗
ner. Dann machte ich mich ans Werk. Du ſiehſt, wie
es mir gelungen iſt. Ich halte in meiner Hand den
Schatz, wornach ich ſo lange geſtrebt, und den ich ſo
eifrig geſucht hatte. Der Reichthum der ganzen Welt
ſoll ihn mir nicht abkaufen.“
Auriol blickte lebhaft ſeinen bejahrten Verwandten an, ſagte aber Nichts. „In wenigen Augenblicken werde ich ſo voll Kraft
und Leben ſein, wie Du,“ fuhr Darch fort.„Wir
werden nicht mehr Urgroßvater und Urenkel ſein, ſondern
Freunde— Kameraden— gleich an Alter, Stärke,
Thätigkeit, Schönheit, Reichthum— denn Jugend iſt
Reichthum— ha! ha! mich dünkt, ich bin ſchon wie⸗
der jung!“
„Ihr ſprachet von zwei Verbrechen, womit Euer
Gewiſſen belaſtet ſei,“ bemerkte Auriol.„Ihr habt nur
eins erwähnt.“
„Das andere war nicht ſo ſchwer, wie das erſte,“


