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Auriol oder: Das Lebenselixier : ein Roman : Bd. 1 und 2 / von W. Harrison Ainsworth. Aus dem Engl. übers. von Ernst Susemihl
Entstehung
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das myſtiſche Buch anſah, wie groß war meine Ueber⸗ raſchung, das Blatt von dem Blute gereinigt zu ſehen.

Auriol ſtieß einen leiſen Ausruf aus und blickte mit abergläubiſcher Furcht nach dem Buche hin. Der Anblick war ſo überraſchend, daß ich den

Sack fallen ließ, den ich mit hereingebracht hatte, fuhr

Darch fort.Da ich fürchtete, das Geheimniß wieder

zu verlieren, ſo entſchloß ich mich zu dem Verſuche,

blies das Feuer an, legte neue Kohlen darauf und ent⸗

ließ meinen Diener mit kurzen Befehlen in Betreff Dei⸗

ner. Dann machte ich mich ans Werk. Du ſiehſt, wie

es mir gelungen iſt. Ich halte in meiner Hand den

Schatz, wornach ich ſo lange geſtrebt, und den ich ſo

eifrig geſucht hatte. Der Reichthum der ganzen Welt

ſoll ihn mir nicht abkaufen.

Auriol blickte lebhaft ſeinen bejahrten Verwandten an, ſagte aber Nichts. In wenigen Augenblicken werde ich ſo voll Kraft

und Leben ſein, wie Du, fuhr Darch fort.Wir

werden nicht mehr Urgroßvater und Urenkel ſein, ſondern

Freunde Kameraden gleich an Alter, Stärke,

Thätigkeit, Schönheit, Reichthum denn Jugend iſt

Reichthum ha! ha! mich dünkt, ich bin ſchon wie⸗

der jung!

Ihr ſprachet von zwei Verbrechen, womit Euer

Gewiſſen belaſtet ſei, bemerkte Auriol.Ihr habt nur

eins erwähnt.

Das andere war nicht ſo ſchwer, wie das erſte,