————— NM N*
n
—
NM Nue
— 3—
Rabbi. Aber höre, was folgte. Sein Blut ſtrömte über das Buch und machte die Schriftzüge unkenntlich; auch konnte ich mich mit keiner Anſtrengung des Ge⸗ dächtniſſes an die Bereitung des Elixirs erinnern.“
„Wann erlangtet Ihr das Geheimniß wieder?“ fragte Auriol neugierig.
„Dieſe Nacht,“ verſetzte Darch,„in dieſer Stunde. Beinahe funfzig Jahre nach jener unheilvollen Nacht habe ich fruchtloſe Verſuche gemacht. Ein Blutſchleier hat mein geiſtiges Geſicht verdunkelt. Ich ſchritt zur Caleination, zur Auflöſung, zur Fäulniß— brachte die Oele hervor, die das rohe Queckſilber fixiren und alle Körper in Sol und Luna verwandeln; aber es iſt mir immer fehlgeſchlagen, den Stein in das wahre Elixir zu verwandeln. Dieſe Nacht fiel es mir ein, die mit Blut übergoſſene Seite, die das Geheimniß enthielt, mit einer feinen Flüſſigkeit abzuwaſchen. Ich that es, und indem ich an dem Gelingen des Experiments zweifelte, ließ ich ſie wirken, während ich hinausging, um vor meinem Fenſter friſche Luft zu ſchöpfen. Meine Au⸗ gen waren aufwärts gerichtet, und ich war betroffen von dem böſen Anblick meines Sternes. Wie ich dies mit dem Glück, welches mir eben widerfahren, vereinen ſoll, weiß ich nicht— aber ſo war es. In dieſem Augen⸗ blick machteſt Du Deinen kühnen, aber edlen Verſuch. kachdem ich unſere Verwandtſchaft entdeckt und den
Thorwächter bewogen hatte, Dich hieher zu bringen,
kehrte ich in mein altes Labyratorium zurück. Als ich


