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Auriol oder: Das Lebenselixier : ein Roman : Bd. 1 und 2 / von W. Harrison Ainsworth. Aus dem Engl. übers. von Ernst Susemihl
Entstehung
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ren von der Wunde waren verſchwunden; auch empfand er nicht den geringſten Schmerz an irgend einem Theile ſeines Körpers. Im Gegentheil ſchien er mit überna⸗ türlicher Stärke begabt zu ſein. Seine Bruſt erweiterte ſich vor Entzücken, und es verlangte ihn, ſeine Freude in thätiger Bewegung zu erkennen zu geben.

Ueber den Körper ſeines bejahrten Verwandten hin⸗ wegſchreitend, öffnete er das Fenſter. Als er dies that vernahm er ein freudiges Geläut von den umliegenden Kirchen, welches die Ankunft des neuen Jahres ver⸗ kündete.

Während er auf dieſes Geräuſch horchte, blickte Auriol auf die volkreiche und maleriſche Stadt hinaus, die ſich im Mondlicht vor ihm ausbreitete.

Nach hundert Jahren, dachte er,wird kaum eine Seele von den Tanſenden in dieſen Häuſern am Leben ſein, außer mir. Noch hundert Jahre, und ihre Kindeskinder werden zu Grabe gegangen ſein. Aber ich werde weiter leben leben bei allen Wechſeln der Sit⸗ ten und Zeiten. Welche Enthüllungen werde ich dann zu machen haben, wenn ich wagen werde, ſie Jeman⸗ dem mitzutheilen!

Als er ſo nachdachte, wurde das Skelett, welches in ſeiner Nähe hing, vom Winde hin und hergeweht und die Knochenfinger deſſelben kamen mit ſeiner Wange in Berührung. Dies brachte ihn auf einen entſetzlichen Gedanken.

Eine Gefahr iſt zu vermeiden! dachte er.Eine Gefahr welches iſt die? Pah! ich will nicht mehr