Fünfundachtzigſtes Kapitel.
mir wieder in deiner gewohnten Pünktlichkeit und— Treue antreten.“
„Wie danke ich Ihnen für dieß Wort,“ ſprach der Jäger tief erſchüttert. Dann verließ er auf einen Wink ſeines Herrn Kabinet und Salon.
„Es iſt ein trauriges und doch gutes Ende für den Baron,“ ſagte Graf Fohrbach nach einer Pauſe.„Wir müſſen übrigens ſeinen letzten Willen erfüllen und das Gerücht verbreiten helfen, er ſei im Duell gefallen. Herr von Dankwart wird das heftig läugnen, aber nachher, wenn er ſieht, daß man ihm doch nicht glaubt, wird er am Ende gezwungen, das Rencontre achſel⸗ zuckend zuzugeben.“
„Verlaß dich auf mich,“ entgegnete der Major, p„es ſoll auf ihm hängen bleiben. Aber ſage mir, Eugen, wie verſtehe ich das? hat der Baron wirklich etwas mit der Polizeidirection zu ſchaffen gehabt? Auf dem letzten Hofball ſprach man von einer Brautſchaft zwiſchen ihm und der Tochter des Präſidenten.“
„Ich hörte auch davon, glaubte aber nicht daran.“
„Muß man,“ meinte der Major,„heute noch den Tod des Barons geheim halten oder kann man nach Tiſch darüber ſprechen?“
„Natürlich wollen wir darüber ſprechen, um ſo mehr, da Herr von Dankwart da iſt. Wir werden überhaupt nicht die Ein⸗
zigen ſein, die die Sache erfahren haben.“
„Schön,“ verſetzte der Andere, indem er ſich zum Weg⸗ gehen anſchickte;„ich verlaſſe dich jetzt. Es iſt vier Uhr und du haſt doch etwas Sammlung nothwendig.“
„Und Toilette!“ lachte der Graf, während er ſeinem Freunde die Hand reichte. „Adieu denn bis nachher!“


