Teil eines Werkes 
4. Bd. (1854)
Entstehung
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Des Jägers Jericht.

Von der Hand des fragte der Major mit bedeut⸗ ſamem Blick.

Worauf der Andere entgegnete:Herr von Dankwart iſt bei allen ſeinen kleinen Schwächen ein Ehrenmann, das i*ſt nicht zu läugnen.

Allerdings nicht, meinte der Major.Aber er wird die ganze Geſchichte hartnäckig läugnen.

Nehmen wir an aus Discretion, wie ich vorhin ſagte, erwiederte Graf Fohrbach,die Welt wird doch an das Duell glauben, und ſo hat es der Unglückliche gewollt. Er ruhe ſanft. Doch laß uns das Ende deiner Geſchichte hören, wandte ſich der Graf nach einigem Stillſchweigen an ſeinen Jäger.

Ich holte Leute aus dem Dorfe, fuhr Dieſer fort,und brachte ihn nach Königshofen zurück. Ich ließ Aerzte kommen, obgleich ich wußte, daß das unnütz war. Darauf brachte ich ihn in ſeinen Wagen und kehrte langſam nach der Reſidenz zurück.

Und wo iſt er jetzt?

In ſeinem Hauſe. Ich habe ihn dem alten Kammerdiener übergeben, der darauf vorbereitet zu ſein ſchien. Denn obgleich er troſtlos und verzweifelt that, ſagte er doch unter Thränen, er habe das wohl vorher gewußt.

Und die Briefſchaften, die dir der Baron gab?

Warf ich auf die Poſt, bis auf einen, den er mich beauf⸗ tragte, Punkt neun Uhr Seiner Excellenz dem Herrn Polizeiprä⸗ ſidenten eigenhändig zu übergeben, wozu vielleicht Euer Erlaucht ſo gnädig ſind, mir ſpäter Urlaub zu ertheilen.

Der Graf Fohrbach wechſelte mit dem Major einen Blick, dann erwiederte er dem Jäger:Allerdings, du ſollſt überhaupt den heutigen Nachmittag und Abend für dich haben, und erſt morgen Früh, ſetzte er mit Betonung hinzu,den Dienſt bei 24

Hackländer, Europ. Seclavenleben. IV.