Teil eines Werkes 
4. Bd. (1854)
Entstehung
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Fünfundachtzigſtes Kapitel.

Aus Discretion.

Und ſagte, der Baron habe ihm einen verſöhnenden Brief geſchrieben, den er im Nothfall überall zeigen könne.

So hören wir den Jäger, ich bin feſt überzeugt, die Sache iſt anders.

Hier trat Franz in den Salon, und ſein Herr, der ſchnell nach ihm hinblickte, fuhr betroffen zurück.Ah! ſagte er zu dem Major,die Sache iſt ernſthaft. So verſtört ſah ich das Geſicht meines Jägers, dieſes ſonſt ſo ruhigen Menſchen, nie.

Und ſo war es auch in der That. Franz Karner, der auf einen Wink des Grafen langſam näher ſchritt, ging gegen ſeine Gewohnheit ziemlich gebeugt. Sein Geſicht war bleich, ſeine Augen roth unterlaufen, ſeine Lippen zuckten, und da er das wohl fühlen und doch nicht ſehen laſſen mochte, biß er ſie feſt über einander.

Der Major war ebenfalls aufgeſtanden und blickte beſtürzt bald den Jäger, bald ſeinen Freund an.

Ah! du biſt zurück! rief Dieſer.Nun ſprich, was iſt geſchehen? Ein Unglück gewiß ein Unglück!

Der Jäger wagte es nicht, zu ſprechen und nickte ſtumm mit dem Kopfe.

Dem Baron iſt ein Unglück geſchehen? fuhr Graf Fohr⸗ bach haſtig fort.Sammle dich, Franz, und erzähle uns die Geſchichte ruhig dem Verlaufe nach. Ah, Teufel! ſei ein Mann, fuhr er nach einer Pauſe fort, als er bemerkte, daß der Blick des Andern ſeltſam flimmernd wurde.So laß hören!

Der Jäger öffnete langſam die Lippen, nachdem er mit der Hand über die Augen gefahren war, dann ſagte er mit tiefer, faſt tonloſer Stimme:Ehe ich Euer Erlaucht berichte, was geſtern und heute geſchehen, will ich zur Rechtfertigung meines auffallen⸗