Des Jägers Bericht
ſeines Salons offen, und die hereinſtrömende, jetzt ſchon wieder
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etwas kühle Luft vermiſchte ſich wehend mit der warmen, die das lodernde Feuer des Kamins umſpielte.
Der Graf war nicht in ſeinem Salon, ſondern befand ſich im Ankleidezimmer, deſſen Thüre aber ebenfalls geöffnet war; er lag in einem Fauteuil, hatte dieſen ſo gedreht, daß die kühlere Luft von draußen, geſchwängert mit den oben erwähnten Früh⸗ lingsdüften, über ſein Geſicht hinſtrich. Neben ihm in der Sophaecke ſaß der Major von S. Beide rauchten vortreffliche Cigarren, doch verſcheuchte der Graf den Dampf, den er von ſich blies, augenblicklich wieder mit der Hand, um alsdann wieder einen tiefen Zug Luft zu ſich zu nehmen.
„An einem ſolchen Tage,“ ſagte er,„wenn man ſo recht merkt, daß der Winter hinter uns liegt, fühlt man ſich doch wie dem Gefängniß entſprungen. Hinter uns finſtere, ſchwärze Mauern, die bisher feſt verſchloſſenen Thore weit geöffnet, Und vor uns Freiheit, ſowie herrliche, göttliche Luft.“
„Das wirſt du dießmal ganz beſonders finden,“ meinte der Major lächelnd,„bricht doch für dich nächſtens ein Frühling an, ſo füß und berauſchend, wie man ihn in dieſem Leben nur ein einziges Mal genießen kann. Habe ich das doch auch erlebt.“
„Wenn ich daran denke,“ entgegnete der Andere, indem er einen Moment ſeine Augen mit der Hand bedeckte,„ſo hört mein Herz auf zu ſchlagen, und ich kann nur mühſam Athem holen. Iſt es dir auch ſo ergangen?“
„Gerade ſo,“ erwiederte der Major lachend.„Und ich will nur hoffen, daß ſich deine Erinnerungen an dieſe Zeit nie trüben mögen. Doch davon bin ich überzeugt, denn Eugenie iſt ein ſo vortreffliches Weſen, ein ſo reiches und liebes Herz, daß du mit ihr glücklich werden mußt.“


