350 Vierundachtzigſtes Kapitel.
hinzu. Damit faßte er triumphirend ſeine Naſe und ging hinter dem Herzog und vor dem Baron in das Vorzimmer, nicht aber ohne einen Blick hinter ſich zu werfen, ob ihm Dieſer auch folge.
„Dabei bitte ich aber,“ ſprach luſtig der Herzog,„daß Sie meinen Namen nicht hinab rufen. Der Teufel auch, die Leute draußen, die Ihre Polizei ſehen, könnten ja glauben, der Baron und ich wir ſeien in Ausübung Gott weiß welchen Verbrechens hier abgefaßt worden.“
In dem Vorzimmer angekommen blieb Seine Durchlaucht ſtehen, huſtete einigermaßen verlegen, denn ihm fehlte alle In⸗ ſtruction zur weiteren Hülfe. Doch faßte er plötzlich einen ſehr glücklichen Gedanken, und als der Präſident, der zur Treppe gegangen war und hinabgerufen hatte:„Man läßt den Herrn, der jetzt kommt, paſſiren!“ reichte er dem Baron zum Abſchied die Hand und dann traten alle Drei auf den Vorplatz an die Treppe. In dieſem Augenblick hatte auch der Commiſſär ſeinen Platz am Fenſter verlaſſen und ſich der Thüre genähert, welche ſich nur einen Schritt von dieſer Treppe befand; der Baron da⸗ gegen hatte im Herausgehen einen bedeutungsvollen Blick mit ſeinem Kammerdiener gewechſelt, der auch vollkommen zu ver⸗ ſtehen ſchien, um was es ſich hier handle, und, anſcheinend ganz abſichtslos, die offenſtehende Thüre des Vorzimmers gegen die Treppe hin, mit der Hand faßte.
Der Herzog, der ſeine Rechte auf das Treppengeländer leg hob ſeinen Fuß, um hinunterſteigend auf die erſte Stufe zu tre⸗ ten. Doch zog er ihn wieder zurück, ſchlug ſich an die Stirn und ſagte:„Wie kann man auch ſo vergeßlich ſein. Habe ich doch für Euer Excellenz eine Nachricht von ziemlicher Wichtigkeit.“ Damit faßte er den Rockknopf des alten Herrn und machte einen Schritt gegen das Vorzimmer zurück.„Heute Abend,“ bemerkte
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