Vierundachtzigſtes Kapitel.
Polizeicommiſſäre zuflüſterte, in das Vorzimmer zu treten, und ſich in die Fenſterniſche zu ſtellen, hörte man nicht. Nun ſchnell, meine Inſtruction!“ flüſterte drinnen der 2 7
„Iſt faſt unnöthig, bei der mir bekannten hohen Intelligenz Euer Durchlaucht. Verzeihen Sie mir, aber Entfernung ſo bald wie möglich.“ Bei dieſen Worten rauſchten die Thürvorhänge, und als der Präſident hierauf eintrat, ſagte der Herzog gähnend und wie gelangweilt:„Es iſt heute Abend verdrießlich bei Ihnen, Baron, ich ziehe mich zurück. Sieht man Sie morgen?“
„O ja, ich hoffe, Sie werden mich ſehen, gnädigſter Herr,“
verſetzte der Baron und fügte lächelnd bei:„Wenn bis dahin mein Hausarreſt vorüber iſt.“
„Das verſteht ſich doch wohl von ſelbſt,“ ſprach der Herzog. „Nicht wahr, Herr Präſident? Und auf alle Fälle, wenn man 1
Sie nicht losläßt, ſo engagire ich den Major, hieher zu kommen, — vielleicht auch wird uns Seine Excellenz ſelbſt das Vergnügen
machen, einer Partie Whiſt à trois zu aſſiſtiren.“ k Der Baron lächelte ſo ſonderbar, als er darauf entgegnete: n „Eine charmante Idee, Whiſt à trois— mit dem todten Manne.“ Hierauf fuhr er ſich mit der Hand über die Stirn und fuhr in B gefälligem Tone fort:„Ehe Euer Durchlaucht gehen, erlaube de ich mir noch eine Bitte auszuſprechen. Darf ich zwei Zeilen ze ſchreiben und Sie damit beläſtigen? Die Adreſſe iſt Ihnen ſehr da bekannt.“ „Mit Vergnügen,“ erwiederte der Herzog.„Ihr Kammer⸗ an diener ſoll unterdeſſen meinen Wagen vorfahren laſſen.“ er Während der Herzog in's Vorzimmer ging, ſchrieb der Ba⸗ fre ron einige Zeilen, doch ſtreckte Seine Durchlaucht gleich darauf an
den Kopf durch die Portièren herein und rief lachend:„Ich be⸗


