Teil eines Werkes 
4. Bd. (1854)
Entstehung
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346 Vierundachtzigſtes Kapitel.

deſſelben etwas herausfordernd, ebenſo der Ton, mit dem er ihm ſeinen guten Abend bot. Auf die Bemerkung des Barons von vorhin eingehend, ſagte er alsdann:„In der That, Euer Excel⸗ lenz waren vortrefflich angemeldet. Alle Wetter! ſo viel Lärmen um Nichts.— Bitt' tauſendmal um Verzeihung!“ corrigirte er ſich,„ich will damit ſagen, es ſei eigentlich Lurus, eine ſo große Macht aufzubieten, wegen ſo geringfügiger Urſache. Denn wir kennen genau den Zweck ihres Beſuchs, nicht wahr, Baron?“

„Vollkommen,“ entgegnete Dieſer, wobei er ſeine Cigarre dem Herzog hinhielt, der die ſeinige damit anzündete.„Excellenz rauchen nicht?“ wandte er ſich hierauf verbindlich an den Chef der Polizei.

Dieſer war mehr und mehr überraſcht; er hatte geglaubt, ja ſich damit geſchmeichelt, ſein Erſcheinen mit bewaffneter Macht werde eine unſägliche Beſtürzung bei dem Baron hervorbringen, und jetzt that derſelbe, als ſähe er durchaus nichts Auß hergewöhn⸗ liches darin, ja, er und der Herzog nannten dieſe Urſache eine ganz geringfügige. Der Präſident befühlte ſeine Naſe, er klapste leicht mit dem Finger daran, hob ſie aber alsdann hoch empor, als ihm der Baron einen Fauteuil hinrollte, in den er ſich, ob⸗ gleich ſehr würdevoll, niederließ.

Jetzt erinnerte ſich Seine Durchlaucht Höchſt Ihres Seere⸗ tärs und ſagte dem Herrn Beil, indem er ſich lange in dem Fau⸗ teuil ausſtreckte:„Sie können jetzt gehen, ich habe nichts mehr ür Sie.“

Dieſer hatte ſich ſo aufgeſtellt, daß ihn der Präſident nicht ſehen konnte, und bei dem Befehl des Herz zogs zog er ſich augen⸗ blicklich hinter die Portièren in's Vorzimmer. Doch hatte er das Gemach noch nicht lange verlaſſen, als der Kammerdiener des Barons hereintretend meldete:„Die auf der Treppe aufgeſtellten