Teil eines Werkes 
4. Bd. (1854)
Entstehung
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Whiſt mit dem todten Mann.

Sträuber war ein Mann von Umſicht und Phantaſte, ihm war es nicht unbekannt, daß man bei einem unumwundenen Geſtänd⸗ niſſe den Inculpaten der Gnade zu empfehlen pflege, er wußte ferner, daß es ihm mit einiger Heuchelei gelingen könne, ſelbſt im Zuchthauſe nach und nach zu einer würdigen Stellung zu ge⸗ langen, vielleicht Aufſeher irgend einer Werkſtätte zu werden. Dann dachte er auch: die Gefangenſchaft wird nicht ewig dauern, und wenn ich herauskomme, werden die kleinen Kapitälchen, bei den Damen Becker und Schwemmer angelegt, unterdeſſen auch ihre Zinſen getragen haben. Dieß machte ihn biegſam und nach⸗ giebig, und dieſe Nachgiebigkeit hatte ihm ſogar die Gunſt des Präſtdenten verſchafft.

Dieſer, der wohl wußte, daß es bei der Gewandtheit des Barons gefährlich ſei, und auch für ihn als Vater unangenehm, ſich mit demſelben in Erörterungen einzulaſſen, hatte ſich vorge⸗

nommen, ihm mit einem kurzen:„im Namen des Königs!“ ent⸗ gegen zu treten. Deßhalb ſtierten ſeine Augen gerade aus, deß⸗ halb war ſeine Naſe ſo drohend gerichtet, und ſchon wollte er den Mund öffnen, als er zu ſeiner großen Beſtürzung den Herzog erblickte, der ſich in einen Fauteuil geworfen hatte, lachend ein Bein über das andere ſchlug und Seiner Excellenz auf's Aller⸗ freundlichſte einen guten Abend bot. Der Präſident in ſeinem Imtseifer befand ſich im Zuſtand eines Rennpferdes, dem plötz⸗ lich die Bahn verſperrt iſt, und das nun mit den Zügeln gewalt⸗ ſam zurückgeriſſen werden muß. Sein Zügel aber war die Naſe, die er beim Anblick des Herzogs haſtig ergriff, ziemlich unſanft herabdrückte, alſo parirte und zu gleicher Zeit vor dem Angehöri⸗ gen des königlichen Hauſes eine Verbeugung zu Stande brachte.

Ja, in der That, der Präſident war unangenehm überraſcht, den Herrn Herzog hier zu finden, auch klang das Lachen Hoch⸗