342 Vierundachtzigſtes Kapitel.
voll wie immer und laut lachend.„Nehmen Sie mir es nicht übel, lieber Baron, rief er ſchon im Vorzimmer,„da unten an Ihrem Hauſe ſehe ich verteufelte Anſtalten. Was haben Sie denn in's Kukuks Namen mit der heiligen Hermandad zu ſchaffen?“
„Coeur de rose! iſt das 1 niht unangenehm!“ lachte de
Baron.„Aber Euer Durchla ſollen die Urſache gleich er⸗ fahren. Nicht wegen einer Memngen t erlaubte ich mir, Si
her zu bitten. Sie hatten mehrmals die Gnade, mich
Erkenntlichkeit zu verſichern und vorkommenden Falls Ihre Hülfe zu geloben. Ich muß dieſelbe für heute Abend in Anſpruch nehmen.“
„Thun Sie das, beſter Baron; Sie werden ſehen, ob Sie einen Undankbaren an mir finden. Ich werde Ihre großen Dienſte nie vergeſſen, obgleich unſer letzter Coup, der mit den Achſelbändern, gegen uns ſelbſt explodirt hat. Sie wiſſen doch bereits, daß die Verlobung zwiſchen Enenie und Graf Fohrbach beſtimmt iſt und morgen beim Diner des Kriegsminiſters declarirt werden ſoll, auch daß die Hochzeit in ganz kurzer Zeit ſtattfinden wird? O die Undankbare!“
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„Ja, ſie hat ihren Vortheil nicht verſtanden,“ entgegnete
9 3 Herr von Brand mit einem ironiſchen Lächeln. „Aber ſchnell, beſter Baron!“ rief der Herzog,„womit kann ich Ihnen dienen? Sie wiſſen, daß ich immer preſſirt bin, namentlich heute Abend. Unter uns geſagt, man ſtellt im kleinen Cerele ein neues Ehrenfräͤulein vor. Die Stelle der ſtolzen Eugenie muß doch beſetzt werden und dabei— 4
„Dürfen Sie Glücklicher zugegen ſein.— Alſo keine Zeit
verloren, ſchnell zu unſerem Geſchäft. Sie haben die Polizei
geſehen?“
„Pfui Teufel! ja.“


