Teil eines Werkes 
4. Bd. (1854)
Entstehung
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Whiſt mit dem todten Mann.

geſſen hätte.“ Damit ging er auf ſeinen Schreibtiſch zu, öffnete

eine Schublade und zog ein kleines verſtegeltes Paketchen heraus. „Dieß,“ ſagte er,„behalten Sie ein paar Tage bei ſich und bringen es alsdann in meinem Namen an ſeine Adreſſe.— Leſen Sie.“

„Fräulein Auguſte.“ Herr Beil blickte erſtaunt in die Höhe.

„Es iſt ſo, für die Tochter des Polizeipräſidenten.— Aber,“ ſagte er, plötzlich den Kopf aufmerkſam herumwendend,„ich höre einen Wagen, es wird Seine Durchlaucht ſein. Thun Sie mir den Gefallen, lieber Beil, treten Sie an die Thüre und nehmen, ſobald der Polizeipräſtdent erſcheint,— er wird nicht lange auf ſich warten laſſen,— eine ziemlich reſpektvolle Stellung an.— So ungefähr,“ ſprach er luſtig,„wie vielleicht an jenem Tage, als Sie ſich dem Herrn Blaffer vorſtellten.— Ruhig!“

„Seine Durchlaucht, der Herr Herzog,“ meldete der Kam⸗ merdiener mit einem ſehr bleichen Geſicht, dann ſetzte er leiſer hinzu:„Seine Excellenz, der Herr Polizeidirector traten auch ſo eben in das Haus.“

„Sind mir ſehr willkommen,“ erwiederte Herr von Brand ruhig.„Aber noch Eins, Friedrich“— mit dieſen Worten hielt er den Kammerdiener zurück,—„leg' in's Vorzimmer auf einen Stuhl neben der Thüre meinen Mantel und Hut und unter den⸗ ſelben die neuen Piſtolen, welche man mir heute Morgen gebracht.“

„Piſtolen?“ fragte erſchreckt Herr Beil.

„Duell⸗Piſtolen,“ verſetzte Herr von Brand, indem er die erſten Sylben mit ſtarker Betonung ausſprach.„Ich habe morgen

ein kleines Rencontre.— Vergiß mir die Piſtolen nicht, dann laß an allen Thüren die Portièren herab.— An Ihren Platz,

Herr Seeretär.“

In dieſem Augenblick trat der Herzog ein, ziemlich geräuſch⸗

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