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Vierundachtzigſtes Kapitel.
daß mein Wagen ſtark den Abhang hinabrollt, ſo geſtehe ich Ihnen offenherzig, daß mir allerdings jener Umſtand unerwartet kam, der mir, um das eben angedeutete Bild fortzuſetzen, die Zügel aus der Hand ſchnellte und die Pferde durchgehen machte. Doch glauben Sie mir, ich habe ſie jetzt wieder in meiner Hand, bin aber nicht mehr im Stande, ihren raſenden Lauf dem Ab⸗ grunde zu aufzuhalten; nur liegt es noch in meiner Macht, mir die Stelle auszuſuchen, wo mein Fahrzeug zerſchellen ſoll und ich untergehen. Und das habe ich bereits gethan,— ich ſehe ſie vor mir.—— Um weniger in Bildern zu reden,“ fuhr er nach einer Pauſe lächelnd fort,„ſo war es vielleicht noch geſtern möglich, der mir drohenden Verhaftung zu entgehen; aber einmal das Feld heimlich verlaſſen, gebe ich allen Verläum⸗ dungen, allen Gerüchten das vollkommenſte Recht, über mich herzufallen. Mein Name iſt auf ewige Zeiten gebrandmarkt,— und das,“ ſetzte er mit gefälligem Tone hinzu,„möchte ich gar zu gern vermeiden.“
„Aber der Polizeipräſident wird gegen Sie keine Schonung
kennen. Hat er nicht die gegründetſte Urſache, Sie zu haſſen?“ „Sie meinen ſchon wegen ſeiner Tochter, der armen Auguſte?“ entgegnete Herr von Brand mit einem Seufzer.„Da haben Sie allerdings Recht. Aber glauben Sie nicht, daß ich eine Schonung von ihm verlange; ich habe mich ſelten in meinen Berechnungen getäuſcht und es ſollte mich Alles trügen, wenn mir nicht in ein paar Stunden erlaubt wäre, eine kleine Luſtfahrt zu machen, und wenn ich nicht morgen um dieſe Zeit,“ ſetzte er mit einem düſtern Blicke hinzu,„eine der freieſten Seelen wäre, die ſich je zwiſchen Himmel und Erde befunden.“ Hier ſchwieg er ein paar Secun⸗ den, dann ſagte er in gewöhnlichem Tone:„Aber ich danke Ihnen, lieber Beil, Sie haben mich an etwas erinnert, das ich faſt ver⸗


