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daß der Emir ſich anfänglich ſtandhaft weigerte, das Verlangen ſeiner Tochter zu erfüllen. Doch ließ dieſe mit Bitten nicht nach; auch thaten ein paar Thränen ihre gehörige Wirkung und als ſie endlich noch halb leiſe, wie gedankenvoll vor ſich hin ſprach:„Ach, Vater, ich könnte Dich vielleicht nie wiederſehen,“ ſo erweichte ſich das ohne⸗ hin nicht harte Herz des Emirs und er gab ſeiner Tochter die Er⸗ laubniß, ihn begleiten zu dürfen.
Am anderen Morgen nach dieſem denkwürdigen Tage waren die Straßen Kairos noch immer nicht in ihre alte Ruhe zurückgekehrt; ſie glichen vielmehr einer eroberten Stadt, welche die Einwohner mit ihren beſten Habſeligkeiten verlaſſen. Da ſah man ganze Züge Ka⸗ meele, eines hinter das andere gebunden, langſam durch die Straßen ziehen und alle waren bepackt mit Säcken, Körben und Kiſten. Auch wogte das Volk noch immer unruhig hin und her, denn tauſende be⸗ gaben ſich heute vor die Thore der Stadt in das Lager der Pilger, um dem Gewimmel und dem Tumulte dort zuzuſehen, oder einen alten Bekannten wieder zu finden, oder auch um irgend ein Geſchäft abzu⸗ machen. In den Bazars und vor den großen Karavanſereien war ein beſonderes Leben, denn am heutigen Tage ſchloſſen ſich die Kauf⸗ leute Kairos, die ebenfalls nach Mecca wollten, mit ihren Waaren, dem Zuge an. Man muß nämlich wiſſen, daß neben den tauſend und tauſend Menſchen, welche die Andacht zum Grabe des Propheten treibt, auch eine große Anzahl durch die Ausſicht auf Gewinn dazu vermocht wird, ſich den Mühſeligkeiten dieſer Reiſe zu unterwerfen, woher denn ganze Schaaren von Kameelen, mit Erzeugniſſen des Abendlandes be⸗ laden, durch die Wüſte nach Mecca geführt werden, von wo ſte im glücklichen Falle ſpäter mit den koſtbaren Sachen, welche Arabien und Perſien hervorbringt, beladen, zurückkehren und ihren Herren einen unermeßlichen Gewinn eintragen.
Ein gleiches Leben wie auf den Straßen herrſchte auch in den Höfen und Häuſern der reichen Muſelmänner, die ſich zum Abzug auf morgen früh rüſteten. Vor Allem waren im Palaſte des Emir el Hadſch hunderte von Händen bereit, um Gezelte, Lebensmittel und Pferde für Mahmud Achmet und ſeine Tochter Zemire zuzurüſten.
Zwiſchen dem Getümmel hindurch, das hier verurſacht wurde, hörte man das freudige Jauchzen und Lachen der kupferfarbigen Ara⸗ ber, die den Emir begleiten durften und die ſich darauf freuten, wieder einmal in ihren heimathlichen Sand zu kommen, doch wurden noch


