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Bilder aus dem Soldatenleben im Kriege / von F. W. Hackländer
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Truppen, die allerdings durch die vielen Bivouaks im Regen nicht parademäßig ausſahen, eine geſchla⸗ gene Armee erblickten. Unbegreiflich bleibt es aber immer, wenn man bedenkt, daß Novara von Mailand wenige deutſche Meilen entfernt iſt, ſo daß man den Kanonendonner der Schlacht deutlich in der Hauptſtadt der Lombardei vernahm und daß man die wichtigſten Nachrichten aus dem Feld in wenigen Stunden haben konnte. Das that aber Alles nichts; Radetzky war mit ſeiner Armee geſchlagen, der Marſchall mußte ſich nach Mailand zurückziehen, werde auch morgen ſchon die Stadt wieder verlaſſen und ſich an die Feſtungen Verona und Mantua lehnend, noch einen letzten Verſuch wagen, die ſiegreich vordringenden Piemonteſen aufzuhalten!

So hatten ſie es ſich ausgemalt und kamen haufen⸗ weiſe aus der Porta Vercellina, um die geſchlagene Armee zu ſehen, gingen aber meiſtens kopfſchüttelnd zurück, denn das luſtige Ausſehen der Grenadiere, die Fröhlichkeit ſämmtlicher Mannſchaft und namentlich die eroberten piemonteſiſchen Batterien mochten ihnen verdächtig vorkommen. Doch hatte für Letzteres ein geſcheidter Kopf den guten Einfall und ſoll geſagt haben:Was wollt Ihr? das ſind keine piemonteſiſchen Geſchütze; die Oeſterreicher haben die Laffetten blau gefärbt, um uns irre zu führen! Und dieſe tröſtliche Gewißheit fand allgemeinen Anklang.