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Bilder aus dem Soldatenleben im Kriege / von F. W. Hackländer
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Als wir in die Nähe von Mailand kamen vor die Porta Vercelina, hatte das Wetter ſich etwas aufgeklärt; wir fanden hier die Reiter und Pferde des Hauptquartiers und der Marſchall beſchloß, hoch zu Roß ſeinen Einzug in die Stadt zu halten.

Es war vor dem Thore ein luſtiges Gewühl, Munitionswagen und Equipagen drängten ſich, links waren die rothen Sereſchaner aufgeſtellt, rechts die Stabsdragoner mit ihren weißen Mänteln und und zählige Officiere bildeten glänzende Gruppen. So ſehr ich auch umherſpähte, konnte ich nirgends Weiler mit meinem Pferd finden. Derſelbe hatte keinen Befehl erhalten zurückzubleiben und war mit mehreren Andern. in die Stadt marſchirt. Glücklicherweiſe fand ich ein lediges Sereſchanerpferd und da mir der orientaliſche Sattel nichts Neues war, ſo beſchloß ich, auf dem kleinen Klepper mit dem rothen phantaſtiſchen Riemen zeug meinen Einzug zu halten.

Wenn man von den fabelhaften Schlachtberichten gehört hatte, welche abſichtlich in der Lombardei ver breitet wurden, und worin deutlich zu leſen war, daß die Oeſterreicher faſt überall geſchlagen worden ſeyen, und wenn man dazu bedachte, wie angenehm und glaubwürdig den meiſten Mailändern dieſe Nachrichten

ſeyen, ſo konnte man ihre Leichtgläubigkeit nicht übel nehmen, wenn ſie in den ſo raſch wieder heimkehrenden

Hackländer, Soldateneben im Krieg. 17

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