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Bilder aus dem Soldatenleben im Kriege / von F. W. Hackländer
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Gegen 10 Uhr ſtieg der Marſchall zu Pferde, um den erſtaunten und verwirrten Mailändern den Anblick ſeines feierlichen Einzugs zu gewähren. Den Vortrab machten wie gewöhnlich eine Patrouille Dra goner und Sereſchaner, den Carabiner oder Säbel in der Fauſt emporhaltend, alsdann folgten die Stabs dragoner und ſämmtliche Sereſchaner, dann zwei Ober officiere des Generalſtabs und hierauf der Sieger ſelbſt inmitten der Erzherzoge Karl Ferdinand und Leopold und einer der zahlreichſten glänzendſten Umgebungen, die ich je geſehen. Alles, was von Officieren aller Waffen und Grade nur ſich möglicherweiſe anſchließen konnte, folgte dem Siegeszuge, und die ganze breite Straße Mailands, durch welche wir zogen, wogte und glänzte in Gold, Silber, Helm und Federbuſch.

Der greiſe Feldmarſchall an der Spitze, ritt, wie gewöhnlich, einen Schimmel und ſah heiter und ver gnügt aus; ihn ſchien es wenig zu kümmern, daß die Stadt ſelbſt ihm keinen feſtlichen Empfang bereitet hatte und ſich auf der Straße nur wenige Hände zum Gruß emporhoben. Nicht als ob es den Straßen und Plätzen Mailands, durch welche wir zogen, an Zu ſchauern gefehlt hätte, Gott bewahre! Längs den Häuſern ſtanden ſte tauſendweiſe maſſenhaft zuſammen⸗ gedrängt, und die Balkone waren bis in die oberſten Stockwerke dicht mit Menſchen angefüllt, aber kein

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