ßen Anſtrengungen bezahlt ſeyn. Aber dieſe An⸗ ſtrengungen laſſen ſich vollziehen; die Hinderniſſe laſſen ſich überwinden. Ein ausgezeichnetes Ver⸗ mögen dazu iſt in die weibliche Natur gelegt. Der Gebrauch deſſelben wird bald freudige Luſt; und dann krönt ihn glücklicher Erfolg. Viele Beiſpiele ſolcher Weiber, die, mit wenig glän⸗ zenden Talenten begabt, ſich zu ihr empor ge⸗ ſchwungen, in ihr ſich ſelbſt übertroffen, und der Bewunderung aller Zeiten wehrt gemacht haben, zeugen dafür. Und welches beßre Weib häͤtte nicht an ſich ſelbſt ſchon Proben der ausdauern⸗ den Geduld in ſchweren Leiden, des unerſchrocke⸗ nen Muthes bei drohenden Übeln, der edeln Selbſtverläugnung, wo Pflicht und Liebe theure Opfer forderten, und der beharrenden Standhaf⸗ tigkeit in der Vollführung ſchwerer Geſchäfte ge⸗ macht? Welches Weib hätte nicht wenigſtens einmal an ſich ſelbſt erfahren, daß die innere Kraft mehr vermag, als alles, was den Menſchen verführen und beugen will, und daß man, auch bei weiblicher Schwäche, größer ſeyn kann, als das Schickſal? Was nun im einzelnen Falle möglich war, ſollte das in andern Fällen nicht auch möglich ſeyn? Was die That erreichen
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Reden an Gebildete aus dem weiblichen Geschlechte / von Friedrich Ehrenberg
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