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zu verbeſſern! wie viele übungen hat man anzu⸗ ſtellen, die nicht zu den erfreulichſten gehören! Die ſittliche Selbſtbildung iſt nie vollendet, ſie verlangt die Arbeit des ganzen Lebens; ſchon da⸗ rum kann es nur der ſtärkern weiblichen Seele damit gelingen.
So hat denn Stärke der Seele in der zar⸗ tern Natur des Weibes nicht allein an ſich ſelbſt, als ſiegreiche Tugend, herrlichen Wehrt; ſie iſt auch die Bedingung aller wahrhaft achtungswur⸗ digen weiblichen Vorzüge, die Bedingung der Ruhe und Getroſtheit unter den Schmerzen und Unfällen, die ſo oft des Weibes Loos ſind, die Bedingung der treuen Pflichterfüllung und eines glücklichen Fortganges in der Veredlung des Her⸗ zens. Wahrlich ſie verdient es, daß jedes Weib ſich um ſie bemühe, daß jedes, mit dem Aufbie⸗ then ſeines ganzen Vermögens, nach ihr ringe, ſie zu befeſtigen, auszubilden und zu erhöhen ſuche.
Freilich wird dazu nicht wenig erfordert. Was hohen Wehrt hat, das iſt nimmer leicht zu erlangen. Was uns die Menſchheit auf der Hö⸗ he ihrer Verherrlichung zeigt, das will mit gro⸗


