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Reden an Gebildete aus dem weiblichen Geschlechte / von Friedrich Ehrenberg
Entstehung
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Raum gewinnt, und ſich ſiegreich behauptet?

Muß nicht von ihr in noch weit höherm Grade gelten, was von der Würde der Tugend gilt? Müſſen wir nicht in ihr verehren, die Majeſtät des höhern Lebens, die Verklärung der Menſch⸗ heit?

Nur Stärke der Seele vermag das Weib ganz auszuſöhnen mit ſeinem, in mancher Hin⸗ ſicht traurigen Looſe, der demüthigenden Abhäng⸗ igkeit, der es unterworfen, mit den zahlloſen Be⸗ fehdungen, welchen es ausgeſetzt iſt. Sie rückt uüber das alles hinaus; ſie zerbricht die Ketten der Knechtſchaft, und bringt den Frieden des Da⸗ ſeyns unter die Herrſchaft des Willens.

Troſtlos iſt das Leben des Weibes, dem es an Stärke der Seele gebricht. Wie viel wird es, bei ſeinem weichen Herzen, bei den phyſiſchen Beſchwerden und dem geiſtigen Kummer, die ihm bereitet ſind, zu leiden haben!

Die Schwäche und Reitzbarkeit des weibli⸗ chen Körpers macht dieſen zahlloſen Verletzungen fähig, die nicht zu vermeiden ſind, und immer tief empfunden werden. Seine Geſundheit iſt ſo

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