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Einſicht darin herrſchen, daß in freier Selbſtbe⸗ ſchränkung das Gemüth ſeine Macht verherrlicht?
Viel Treffliches hat die Natur in das Weib gelegt; aber nur durch Seelenſtärke kann es ge— ſichert, entwickelt und vollendet werden. Alles empfängt von ihr Weihe, Reinheit und Vollen⸗ dung. Durch ſie iſt das Weib groß, durch ſie er⸗ hebt es ſich über ſeine Schwäche.
Iſt etwas vortrefflicher, als die Tugend? Was iſt jeder andre Vorzug, wo ſie fehlt? Sie iſt die köſtlichſte Blüthe der Menſchheit. Von ihr kommt aller wahre in ſich ſelbſt gegründete Wehrt. Sie iſt das Licht des Lebens, die echte Freiheit, der göttliche Adel. Ohne ſie iſt. der Menſch nichts, durch ſie alles. Auch in der weib⸗ lichen Natur iſt ſie das Königliche. Beſteht aber nicht das Weſen der Tugend in dem hohen In⸗ tereſſe für ſittliche Güte und Pflicht, das die Re— gungen der Sinnlichkeit niederſchlägt, die Forde⸗ rungen der Begierde zum Schweigen bringt, dem ſinnlichen Schmerze ſeinen Zugang zum Herzen wehrt, dem Niederbeugenden die Gewalt nimmt, die Anmaßung der Selbſtſucht zerſtört, der Ver⸗ ſuchung widerſteht, und auf den ſchwerſten Pro⸗ ben aushält? Iſt es nicht Stärke der Seele, wodurch die Tugend auch im weiblichen Gemüthe
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