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und läßt da nichts unbemerkt; der unſrige dringt in die Tiefe, und zerſtreut ſelten die Dunkelheit, von der ſie umgeben iſt. Ihre Phantaſie iſt leb⸗ hafter, die unſrige feuriger, ihr Gefühl feiner, das unſeige ſtärker. Bei uns muß der Verſtand den Willen beherrſchen, wenn er nicht in leiden⸗ ſchaftlichem Ungeſrüm alles zerſtören ſoll. Bei Ihnen muß das reine Gefühl den Verſtand re⸗ gieren, damit er überall das Wahre und Gute treffe. Unſer Ernſt darf wohl zuweilen mit lau⸗ ter Freude wechſeln. Eine ſtille Fröhlichkeit aber muß ſich über Ihr ganzes Leben ausgießen.
So ſpricht der Wille der Natur aus allen ihren Einrichtungen, aus der Sphäre, welche ſie Ihnen anwies, und aus den Fähigkeiten, die ſie Ihnen zutheilte. Folgen Sie dieſem Willen: ſo werden Sie das Ideal edler Weiblichkeit nicht verfehlen. Doch dies verdient noch etwas weiter aus einander geſetzt zu werden.
Die edle Weiblichkeit wird beſtimmt durch das Gefühl der körperlichen Schwä⸗ che, durch die eigenthümlichen Anlagen der weiblichen Natur und durch ſittliche Würde. Wo das Gefühl der körperlichen


