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Reden an Gebildete aus dem weiblichen Geschlechte / von Friedrich Ehrenberg
Entstehung
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Schwäche die Stimmungen und Neigungen her⸗ vorbringt, die ihm angemeſſen ſind, wo die ei⸗ genthümlichen Anlagen der weiblichen Natur ſich ohne Mißleitung entfalten, und wo ein reiner moralicher Wille über alle Gemeinheit erbebt, und vor Entweihung bewahrt: da gedeihe ſchöne Weib⸗ lichkeit.

Das geiſtig ſittliche Ceben hat eine innere

und eine äußere Seite. In jener bleibt es

gleichſam bei ſich ſelbſt; in dieſer tritt es mit Ge⸗

genſtänd⸗n und Menſchen in Verbindung, um auf ſie zu wirken. Zu jener gehören Empfänglichkei⸗ ten, Gefühle und Stimmungen, zu dieſer Nei⸗ gungen und Beſtrebungen. Wir wollen die erſte das Gemüth, die zweite den Charakter nen⸗ nen. Indem wir dieſe Unterſcheidung zum Grun⸗ de legen, werden wir am leichteſten zu einer überſicht des ſchönen weiblichen Lebens gelangen. Milde, als Stimmung des Gemüthes, und Ergebung, als das Herrſchende im Charakter, machen das Weſen der edeln Weib⸗ lichkeit aus. Hieraus läßt ſich alles Üübrige ab⸗ leiten.

Im weiblichen Gemüthe darf nichts Har⸗ tes, Heftiges, einſeitig Hervorſprin⸗ gendes, Unbiegſames und ſcharf Bezeich⸗