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oder die Herrſchſucht der Männer ſo eingerichtet. Die Natur ſelbſt hat gewollt, daß es ſo ſey. Die Verſchiedenheit der Verrichtungen entſpricht genau der Verſchiedenheit der Charaktere. Die eigenthümlichen Anlagen Ihres Geſchlechtes deuten auf eine beſondre Stimmung und ei⸗
nen beſondern Charakter hin, die an Ihnen
offenbar werden ſollen. Wenn dieſe Anlagen auch im Ganzen diefelben wären, mit welchen der. Mann ausgeſtattet iſt: ſo muß doch die größere körperliche Schwäche, die man in der Regel bei
den Frauen antrifft, vieles verändern. Der⸗
Schwache kann nicht herrſchen; er ſtegt durch Er⸗ gebung. Seine Stärke iſt aufopfernde Liebe; und durch ſtilles, beglückendes Wirken bezwingt er nicht ſelten die rauhe Gewalt des Kraftvollen. Wo das Natürliche zuruͤck bleibt, da zeigt ſich das Sittliche deſto ehrwürdiger und mäͤchtiger. Zur Verlaͤugnung aller Selbſtheit, die ſich von der Vollführung deſſen, was Aufſehen erregt, nicht leicht trennen läßt, leitet die Natur das Weib, das in ſeiner Ohnmacht nicht befehlen kann, und ſich mit ſeinem Thun im Verborgenen halten muß. In dieſer Verläugnung ſpricht es am nachdrücklichſten die Großmuth des Mannes an, und gewinnt am ſicherſten ſein Herz und ſei⸗


