wird nicht verläugnet, ohne daß man gegen dieſe anſtrebe, und ſich mit ihr in einen Widerſpruch ſetze, der ſich frühe oder ſpät auf eine traurige Art fühlbar macht.
Das bürgerliche und das häusliche Le⸗ ben ſind die beiden Sphären, in welche alle menſchliche Thätigkeit vertheilt wurde. Dort ſol⸗ len Geſchäfte getrieben, Kräfte in Bewegung ge⸗ ſetzt, große Plane entworfen und ausgeführt, Gewalt an Gewalt gebrochen, Klugheit mit Klug— heit bekämpft, umfaſſende Verhältniſſe gegründet, erhalten und veredelt, tiefe, ernſte Wahrheiten erforſcht, das Beſtehen und das Wohl des Gan⸗ zen beſorgt werden. Hier ſoll der ſtille Geiſt der Ordnung und der Liebe walten, hier alles ſich verſchönern. Sanfte Neigungen ſollen hier ihr Spiel haben, ſüße Gefühle Nahrung finden, zarte Bündniſſe geknüpft, und ein künftiges Ge⸗ ſchlecht zur Weisheit und Güte gebildet werden. Dort iſt zu vertreiben die Noth, herbeizuſchaffen das Gut des Lebens— hier zu bewirken des Le⸗ bens Friede. Dort ſoll der äußere Menſch wir⸗ ken in ſeiner Kraft— hier der innere leben in ſeiner Fülle. Dort iſt männliche, hier weib⸗ liche Sphäre.
Das hat nicht der Eigenſinn des Zufalles


