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Reden an Gebildete aus dem weiblichen Geschlechte / von Friedrich Ehrenberg
Entstehung
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deſſelben hinzuzeichnen, indem ich Ihnen das mit⸗ theile, was mir mein Gefühl, im Umgange mit Frauen, geſagt, und öfteres Nachdenken über die innern Verſchiedenheiten der Geſchlechter, ihre eigenthümlichen Anlagen, ihre beſondre Bildungs⸗ fähigkeit und die Abſichten der Natur dabei ge⸗ lehrt hat.

In der Vereinigung des Erhabenen und Schönen, des Kräftigen und Milden, des Umfaſſenden und Innigen, des Heftigen und Sanften, des Kühnen und Gefälligen, des Ernſten und Fröhligen, des Feſten und Geſchmeidigen, der Würde und der An⸗ muth ſcheint die Ratur allen ihren Werken den Stempel der Vollendung aufzudrücken. Das Ei⸗ ne von jenen Entgegengeſetzten bezieht ſich immer auf das Andre, hat Bedürfniſſe, die nur durch dieſes befriedigt, und Lücken, die nur durch die⸗ ſes ausgefüllt werden. Wo beides zuſammen trifft, und innigſt in einander geht, da iſt jede Sehnſucht geſtillt, da verweilen Auge und Herz mit gleichem Wohlgefallen. Tief iſt der unterſcheidende Charakter der Geſchlechter in den Plan der Natur gewebt. Er