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Jaetzt reiſte ſie mit ihrem Eheherrn zu den Heil⸗Quellen von Teplitz. Bald ſchloß Fanisca mit ihr Freundſchaft, und beide freueten ſich der ſchoͤnen genußreichen Tage der dortigen Kurzeit. Wohlan, rief Fanisca, ſchon Morgen brechen wir auf. Sie ſendete ſofort einen Eilboten zur Beſtellung der Quartiere ab, und des andern Tages rollten die Wagen, nach dem von Fanisca gemachten Reiſeplan, auf der Straße uͤber Dip⸗ poldiswalda, Boͤhmens Grenze zu.
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Der Abend daͤmmerte, Zinnwalde iſt er⸗ reicht, die Grenze uͤberſchritten, die Wagen hal⸗ ten, ſie ſtehen am Zollhauſe.
Der Mauthner tritt ihnen in feſtlicher Klei⸗ dung entgegen, an ſeiner Hand ſteht ſein Sohn, Bataillons⸗Arzt, Dr. Werner, derſelbe, den Julius in Asperns Schlacht als Freund und Retter kennen lernte. In der Stube des Mauth⸗ ners umwinden Blumen⸗Guirlanden das Frem⸗
den Eintrittsbuch des Jahres 1808, und auf⸗
geſchlagen iſt die Seite, auf welcher der Stu⸗ dent Julius und Obriſt Laszananski ſtehen. Weib! das iſt dein Werk! ruft der Ueberraſchte,


