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Mienchen K., die Tochter eines wohlhabenden
Baͤckermeiſters, ein Maͤdchen voll Grazie und Bil⸗ dung, welche man in Dresden bei vielen Buͤr⸗ gerseoͤchtern ſo oft vereint ſieht,“ fand den bluͤhenden ſtebzehnjaͤhrigen Juͤngling, der in der obern Etage des großen Palaisartigen Hauſes ihres Vaters(welcher als einer der wohlhabendſten und ehrenwertheſten Buͤrger der Stadt galt,) ſo fried⸗ lich wohnte, angenehm und intereſſant. Sie war erſt 16 Jahr, meinte, daß 3 Jahre wohl hin⸗ reichend ſeyn koͤnnten, den Studioſus zum Doc⸗ tor umzuformen; und beim naͤchſten Caſſino verkuͤndigte unſerm Julius,(denn dieſer war es) bei dem Antritte der Polonaiſe des Balls, des Maͤdchens Haͤndedruck und ihres ſchwarzen Au⸗ ges Feuerblick, daß er ihr werth ſey, und bei der Abendtafel, wo der Schaumwein perlte, der El⸗ tern biedre Freundlichkeit, und die Frage der Mut⸗ ter: ob er nicht bald auf die Univerſität gehen wuͤrde? daß auch ſie ihn liebten.— Wirklich war das Maͤdchen ſo ſchoͤn als gut; doch Julius ſahe nur das, was ihm noch bevorſtand, um das erwuͤnſchte Ziel ſeines Berufs zu erreichen, und zog ſich(laͤchle nicht, weltkundiger Leſer!!)— in jungfraͤulicher Schuͤchternheit von dem bluͤhenden Maͤdchen und ſeinen Hoffnungen zu⸗ ruͤck.——
Faſt zwei Jahre waren ihm ſo auf der medi⸗ einiſch⸗chirurgiſchen Academie zu Dresden verſioſ⸗


