Druckschrift 
Unser gemeinschaftlicher Freund : Roman in vier Büchern / von Charles Dickens (Boz). Mit 40 Ill. von Marcus Stone. Aus dem Engl. von Marie Scott
Entstehung
Einzelbild herunterladen

631

zwar ein allerliebſtes kleines Buch mit der Inſchrift:

Mrs. John Rokeſmith. Von ihrem Gatten zum Ge⸗ burtstage und ſolche Andenken ſind wohlthuend für die Gefühle finde ich, daß beide genau mit einander übereinſtimmen. Kann ich ein Wort mit Ihnen reden? Gewiß. Hier, wenn's beliebt, war die Antwort. Je nun, entgegnete der Herr Inſpector, ſich aber⸗ mals ſeines Taſchentuchs bedienend,obgleich die Dame ſich durchaus nicht zu beunruhigen braucht weiß ich

dennoch, daß die Damen ſich leicht durch Geſchäftsſachen

beunruhigen laſſen denn ſie ſind von ſo zartem Geſchlecht, daß ſie nicht daran gewöhnt ſind aus⸗ genommen im ſtreng häuslichen Sinne und ich mache es mir gewöhnlich zur Regel, mich, ehe ich auf Geſchäfts⸗ ſachen eingehe, aus der Geſellſchaft der Damen zurück⸗ zuziehen. Oder, meinte der Herr Inſpector,die Dame möchte vielleicht eben hinaufgehen, und einmal nach dem Kleinen ſehen?

Mrs. Rokeſmith, begann ihr Gatte, als der Herr Inſpector, die Worte als eine Vorſtellung be⸗ trachtend, ſagte: Macht mich glücklich, die Ehre zu haben, und ſich galant verbeugte.

Mrs. Rokeſmith, wie⸗ derholte ihr Gatte,iſt überzeugt, daß ſie keine Urſache hat, ſich zu be⸗ unruhigen, von welcher Be⸗

ſchaffenheit das Geſchäft immer ſei. Wirklich? Iſt das

der Fall? ſagte der Herr Inſpector.Aber es iſt ein Geſchlecht, von dem wir zu lernen leben, und es giebt nichts, das eine Dame nicht zu thun im Stande wäre, ſobald ſie ſich einmal dazu entſchloſſen hat. Nun, Madamo, dieſer gute Herr hier hat zu be⸗ trächtlichen Ungelegenheiten Anlaß gegeben, die hätten vermieden werden können, falls er zum Vorſchein gekom⸗ men wäre und ſich erklärt hätte. Nun, ſehen Siel

Boz, Unſer gemeinſchaftlicher Freund.

3 CErziehung V

Lightwood, endlich!(Seite: 628.)

Aus welchem Grunde?

Gott ſei meiner Seele gnädig! entgegnete der Herr

*

Weſſen beſchuldigen Sie mich?

Ich wundere mich über Sie vor einer Dame,

ſagte der Herr Inſpector, vorwurfsvoll den Kopf ſchüt⸗ telnd;ich wundere mich, daß Sie bei der Erziehung,

die Sie genoſſen, nicht mehr Zartgefühl beſitzen! Ich be⸗

ſchuldige Sie alſo in irgend einer Weiſe an dem Har⸗

mon⸗Morde betheiligt geweſen zu ſein. Ich ſage nicht, ob vor oder während oder nach der That. Ich ſage nicht, ob blos wegen einer Kenntniß derſelben, die noch nicht an den Tag gekommen.

3Sie überraſchen mich nicht. Ich ſah Ihren Be⸗ ſuch heute Nachmittag vor⸗ aus.

O, nicht doch! ſagte der Herr Inſpector.Wozu noch argumentiren? Es iſt meine Pflicht, Sie zu un⸗ terrichten, daß Alles, was Sie ſagen, gegen Sie be⸗ nutzt werden wird.

Das glaube ich nicht.

Aber ich ſage es Ihnen, ſagte der Herr Inſpector.Alſo, nach⸗

dem ich Sie jetzt gewarnt behaupten Sie noch immer, daß Sie meinen Beſuch heute Nachmittag vorausgeſehen?

Ja. Und ich will noch etwas mehr hinzu⸗ fügen, wenn Sie eben

mit mir ins nächſte Zim⸗ mer kommen wollen. Nachdem er der angſt⸗ vollen Bella einen Kuß auf die Lippen gedrückt, nahm ihr Gatte(dem der Herr Inſpector höflich den Arm bot) ein Licht, und entfernte ſich mit dem Herrn. Sie blieben eine volle halbe Stunde in Beſprechung mit einander fort. Als ſie zurückkamen, verrieth das Geſicht des

yyrj

Er kam nicht zum Vorſchein und erklärte ſich nicht. Herrn Inſpectors beträchtliches Erſtaunen.

Da wir einander nun begegnen, werden Sie ſagen und zwar mit Recht daß durchaus nichts Beunruhi⸗ gendes darin liegt, wenn ich ihm vorſchlage, jetzt zum Vorſchein zu kommen oder um Dasſelbe mit andern Worten auszudrücken mit mir zu kommen und ſich zu erklären.

Als der Herr Inſpector ſich dieſer andern Formmit mir zu kommen bediente, lag in ſeiner Stimme ein Ton des Behagens und ſein Auge ſtrahlte mit amtlichem Glanze.

Beabſichtigen Sie mich zu verhaften? fragte John Rokeſmith ſehr trocken.

Wozu noch darüber argumentiren? erwiderte der Herr Inſpector mit einer gemüthlichen Art von Gegen⸗ vorſtellung;iſt es nicht genug, wenn ich vorſſchlage, daß Sie mit mir kommen?

Ich habe dieſen würdigen Beamten aufgefordert, mein

Herz, ſagte John,eine kurze Ausflucht mit mir zu

machen, an der Du theilnehmen ſollſt. Er wird, wenn Du ihn darum erſuchſt, vermuthlich etwas Speiſe und

Trank genießen, während Du Deinen Hut aufſetzeſt.

Der Herr Inſpector dankte für Speiſe, nahm jedoch den Vorſchlag eines Glaſes Grog bereitwillig an. Nach⸗ dem er daſſelbe kalt gemiſcht und während er es ſinnend ſchlürfte, brach er von Zeit zu Zeit in Selbſtgeſpräche aus, in denen er bemerkte, daß er in ſeinem Leben nie von ſo Etwas gehört, daß er in ſeinem ganzen Leben nicht ſo erſtaunt geweſen, und dies ſei die wahre Ge⸗ ſchichte, um dahinter zu kommen, von welcher Beſchaffen⸗ heit die Meinung eines Mannes von ſich ſelber ſei! Zu gleicher Zeit brach er mehr als einmal in ein Gelächter

4

Inſpector.Ich muß mich bei einem Manne von Ihrer hierüber wundern. Wozu noch argumen⸗ tiren?.

Veränderung, halb zurückwe Jene wkonme innenden Bli in einem gel net Stim,

ſuche, die ſein hatten ſich ei ihm heimlich;

jetzt mntlaffen, inen öffentlich ihm jedoch un jalls ſie ſich 1 an ihm würde nicht zu beſtim und ſie hatter lichen Lage der tung, die der⸗ ige Art und ſo wie ihre B er ſie ftagte: ihre Furchtſam allen dieſen Gre gegen neun Uh ren, und von d werften und T wie im Traum klären, wozu ſ ahnen, was ſic fahre oder wa in der unmit John vertraus trumphirenden wißheit war n Sie ſtiege uo ein Gebäl ſölzernen Pfö ſelben unterſch und erkläͤrte Station. Vr g. Vella, ſich an Ja, me nichts, wir w Die weiß iſtematiſche ſtatten, und ſeulendes G din permane Macſſtube. regelmäßig j vie per Far etinge Spu Der He Gäſte vorz legen(der nägige Aus nach ſeiner Schreibleh ſeine Schü kehrte der ding dann Luſtigen?

die Sache