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Unser gemeinschaftlicher Freund : Roman in vier Büchern / von Charles Dickens (Boz). Mit 40 Ill. von Marcus Stone. Aus dem Engl. von Marie Scott
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609 Boz, Unſer gemeinſchaftlicher Freund.

in Ehren verpflichtet ſei, keine Ahnung von dem Heim⸗ nicht gern traurig machen läßt. Ich werde ſelten auf⸗ wege zu h. Nachdem jene Furie, die Etiquette, in gefordert, meine jungen Freundinnen in Trauer zu kleiden; dieſer Weiſe befriedigt, verließ er ſie. das heißt, nicht in wirkliche Trauer; auf Hoftrauer ſind

Ich muß mich einen ganz kleinen Augenblick aus⸗ ſie aber ganz ſtolz. Aber eine geiſtliche Puppe, mein weinen, Frau Pathe, ehe ich mich wieder ganz aufhei⸗ Lieber mit glänzendem ſchwarzen Haar und Bart, tere, ſagte das kleine Weſen, wie ſie hereinkam.Denn der zwei meiner jugendlichen Freunde in heiliger Ehe

n des ſlißige ein Kind bleibt immer ein Kind, weißt Du. vereint, ſagte Miß Jenny, den Zeigefinger erhebend, at vnd Es währte länger, als man hätte erwarten ſollen.iſt ganz etwas Anderes. Falls Du dieſe drei Figuren dinriczend Indeſſen erſchöpfte es ſich in einem ſchattigen Winkel, nicht in einem Handumdrehen an dem Altar in Bond

und dann kam die Schneiderin heraus, wuſch ſich die Street ſiehſt, will ich Jack Robinſon heißen! Augen und machte den Thee.Du haſt nichts dagegen, Mit ihrer flinken kleinen Geſchicklichkeit hatte ſie, noch

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t das Anſehen aus der Welt em Verſuche igen müßte. werden, als eines Tages werden. Straßen war zum zweiten Schultern von den Geſich⸗ bofe wankten Uageficht vor⸗ fectirte, wie

daß ich etwas ausſchneide, während wir Thee trinken, wie? fragte ſie ihren jüdiſchen Freund mit ſchmeichelnder Miene.

Mein liebes Aſchenbrödelchen, ſagte der alte Mann in vorſtellendem Tone,wollt Ihr niemals ausruhen?

O, ein Muſter ausſchneiden iſt keine Arbeit, ſagte Miß Jenny, indem ihre geſchäftigen kleinen Hände be⸗ reits am Papier ſchnitzelten.Die Wahrheit zu geſtehen, Frau Pathe, wünſche ich es zu thun, ſo lange ich es noch friſch im Gedächtniß habe.

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ehe das Mahl vorüber war, einen Geiſtlichen in braunem Papier⸗Prieſtergewande hergeſtellt, den ſie zur Erbauung des jüdiſchen Geiſtes zur Schau ſtellte, als an die Haus⸗ thür geklopft wurde. Riah ging dieſelbe zu öffnen und führte, als er zurückkehrte, mit jenem ernſten höflichen Weſen, das ihn ſo gut kleidete, einen Herrn herein.

Der Herr war der Schneiderin fremd; doch ſchon in dem Augenblick, da er die Blicke auf ſie warf, lag Etwas in ſeinem Weſen, das ſie an Mr. Eugen Wrayburn er innerte.

Dann haſt Du es alſo heute geſehen? fragte Riah.

Ja, Frau Pathe. Habe es ſo eben geſehen. Es iſt ein Prieſterhemd. Ein Gewand, das unſere Geiſt⸗ lichen tragen, weißt Du, erklärte Miß Jenny in Betracht des Umſtandes, daß er einen andern Glauben hatte.

Und was habt Ihr damit zu thun, Jenny?

Je nun, Frau Pathe, erwiderte die Schneiderin, Du mußt wiſſen, daß wir Künſtler, die wir von unſerm Geſchmack und unſeru Erfindungstalent leben, ſtets die Augen offen zu haben genöthigt ſind. Und Du weißt bereits, daß ich eben jetzt viele Extraausgaben habe. Und ſo kam es mir, als ich am Grabe meines armen Knaben weinte, in den Sinn, daß ſich wohl etwas mit einem Geiſtlichen machen ließe.

Was kann ſich mit ihm machen laſſen? fragte der alte Mann. 4

Kein Begräbniß, das fürchte nicht! erwiderte Miß Jenny, ſeiner Einwendung mit einem Kopfnicken vor⸗ beugend.Ich weiß ſehr wohl, daß das Publikum ſich

Miß Wren ſtellt ihre Ider zur Schau.(Seite: 640.)

Verzeihen Sie, ſagte der Herr.Sie ſind die Puppenſchneiderin?

Ich bin die Puppenſchneiderin, Sir.

Lizzie Hexam's Freundin?

Ja, Sir, erwiderte Miß Jenny augenblicklich auf der Defenſive.Und Lizzie Hexam's Freundin.

Hier iſt ein Billet von ihr, indem ſie Sie dringend erſucht, der Bitte des Ueberbringers, Mr. Mortimer Light⸗ wood, Gehör zu geben. Mr. Riah weiß zufällig, daß ich Mr. Mortimer Lightwood bin und wird Ihnen dies be⸗ ſtätigen.

Riah neigte zur Beſtätigung das Haupt.

Wollen Sie das Billet leſen?

Es iſt ſehr kurz, ſagte Miß Jenny mit verwun⸗ derter Miene, nachdem ſie das Billet geleſen.

Es war keine Zeit, es länger zu machen. Die Zeit war ſo ſehr koſtbar. Mein lieber Freund, Mr. Eugen Wrayburn, liegt im Sterben.

Die Schneiderin ſchlug die Hände zuſammen und ſtieß einen kleinen Jammerſchrei aus.

Liegt in einer kurzen Entfernung von hier im Ster⸗

Boz, Unſer gemeinſchaftlicher Freund..

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